2080 - Der Podcast

von und mit Jam2000 & Marcomattheis nach ihrem gleichnamigen Buch



Querschnitt Produktion 2009
Musik: Vincenzo Cusumano



Als Ulf eines Morgens erfährt, dass sein alter Freund Professor Dr. Alfred Kringler auf mysteriöse Art und Weise verstorben ist, beginnt für Ulf eine spannende und mysteriöse Reise nach Antworten.

2080 - Der Podcast erzählt die Geschichte von Ulf Ferm, Social Ingenieur, in einer nicht allzu fernen Zukunft.


Bemerkungen:

Obwohl podcasts seit geraumer Zeit ein gängiges Medium sind, wird es im Hörspielbereich doch meist eher als eine Art Zweitverwertung genutzt. "2080" ist dagegen ein Hörspiel, dass dieses Medium unmittelbar verwendet und so seine Fans zu erreichen versucht. Das Projekt zweier ambitionierter Autoren, die mit diesem Podcast einen eigenwilligen Weg gehen.

Mit normalen Hörspielmaßstäben kann man "2080" nicht wirklich messen. Zwar wird hier auch eine Geschichte erzählt, der Plot jedoch bewegt sich kaum nach vorne. Nach drei gehörten Folgen ist diesbezüglich kaum Wesentliches passiert. Protagonist Ulf erfährt von dem Tod seines Ex-Profs. Dieser kommt ihm merkwürdig vor und er begibt sich auf Spurensuche. Viel mehr geschieht effektiv in den ersten insgesamt 45 Minuten nicht. Dennoch streicht die Spielzeit nicht ungenutzt vorbei.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Ulf erzählt. Er ist hier sowohl Erzähler als auch handelnde Figur. Der überwiegende Teil liegt allerdings auf Ersterem, was dem ganzen eher das Format einer szenischen Lesung verleiht. Dialogszenen sind eher Mangelware.
Erzähler Ulf kommt ins Plaudern und Philosophieren. Dabei erklärt er die Welt; in der er lebt; sehr gut und ausführlich. Insofern dürfte das eher diejenigen ansprechen, die beim Hören das Motto "Der Weg ist das Ziel" an den Tag legen.

Die Umsetzung ist natürlich kaum mit gängigen Hörspielproduktionen zu vergleichen. Die Qualität genügt, um die Geschichte gut zu erzählen. Natürlich sind hier Mängel in Skript, Regie, Schnitt und Sprecherleistung enthalten, sie sind aber keinesfalls so drastisch, dass sie das Interesse an dieser Geschichte zu weit nach unten drücken würde.


Trotz schon recht langer Spielzeit kann man zu diesem Podcast noch gar nicht viel sagen, dazu hat sich inhaltlich bislang zu wenig bewegt. Auch wenn es nicht so wirklich voran geht und die technische Umsetzung in allen Bereichen noch steigerungsfähig ist, konnte mir "2080" doch zumindest soviel Hörspaß bereiten, dass ich die drei bisher erschienenen Folgen in einem Rutsch gehört habe, und ich hier auf jeden Fall auch weiterhin am Ball bleiben werde.

Eine abschließende Wertung erfolgt - wie üblich - erst nach dem (Staffel)Finale.
2080 bei podster.de
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