Horst G. Dobranski ist
Kommissar in der Davidswache in Hamburg.
Ein harter Hund, der keiner
Auseinandersetzung aus dem Wege geht….
Mit Spannung erwartet, jetzt
ermittelt er: Horst G. Dobranski ist in der Hörspielwelt
angekommen.
Eine wöchentlich
erscheinende Hörspielserie - das klingt zunächst
nicht danach, als dass
da qualitativ Großes zu erwarten wäre. Aber
das Gegenteil ist der
Fall! Die Serie ist durchaus fesselnd und auch professionell
produziert. Einige
Schwächen leistet man sich zu Anfang zwar, es sind aber alles
Dinge, die im
Laufe der Serie abstellbar sind. Die Figur des Horst
Dobranski ist gut gezeichnet und der Name
erinnert nicht nur an einen
ehemaligen Kollegen aus Duisburg, sondern gibt auch gleich die Richtung
vor, in
die das Ganze geht: Wer hier subtile Ermittlungsarbeit sucht, wird wohl
kaum
fündig werden. Neben seiner harten
Ermittlungsarbeit, steht aber auch sein Privatleben, das
natürlich immer zu
kurz kommt, im Fokus.
Sprechertechnisch gibt es
generell nix zu meckern. Die üblichen Halver-Verdächtigen
sind mit am
Werk und erledigen ihren Job - wie gewohnt und erwartet - gut.
Musikalisch gibt es
ordentliche Krimimucke. Die Vielfalt ist diesbezüglich schon
sehr interessant,
denn meist geht man ja in Produktionen schon stilistisch in eine
Richtung. Hier
aber geht's recht bunt zu: Mal trommeln und flöten Grijpstra
und de Gier, mal franzlamberts
gewaltig.
Der
Rhythmus der
Veröffentlichungen ist hoch gesteckt: Wöchentlich
soll eine Folge erscheinen.
Das ist für einen ausgemachten Fan der Serie sicherlich
klasse, macht es aber
auch nicht gerade einfach am
Ball zu bleiben. Auch hoffe ich, dass unter diesem Druck nicht
irgendwann die
Qualität der Serie leidet.
Einfach – vielleicht
für
viele zu einfach - ist die Verpackung. Die CD ist einfach auf
einer Pappe
in einem Schlitz eingeklemmt, was mich so ein bisschen an
frühere
Hörspielkassetten von Remus erinnert. Für den Sammler,
der sich so etwas optisch
ansprechend ins Regal räumen möchte, ist das nix -
aber dafür ist es auch nicht
gemacht.
Wenn ich die Idee dahinter
(mal abgesehen von den Kosten) richtig interpretiere, ist die Serie ja
zum
"direkten Verzehr" gedacht. Das Hörspiel soll
hauptsächlich Kiosken
verkauft werden - also mitnehmen, ins Auto und ab in den Player!
Und dafür ist die Verpackung auch genau richtig. Das wird
jeder bestätigen, der
schon mal bei Tempo 200 auf der Nordschleife versucht hat, ein Jewelcase aufzumachen.
Die Idee ist genial und
nimmt auf, wie Hörspiele zu ihrem Erfolg kamen:
Als Mitnahmeprodukt. Das ist
besonders positiv, da der Trend ja leider immer mehr weg von der
Präsenz im
Handel, hin zu Downloads (die man noch schlechter ins Regal stellen
kann) geht.
Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Gilda Mempel
Tom Steinbrecher
Irina Alexandrowa
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis
Inhalt:
Horst G. Dobranski ist Kommissar in der
Davidswache in
Hamburg. Ein harter Hund, der keiner Auseinandersetzung aus dem Wege
geht. In Folge 1 - "Russich Brot" legt er sich mit einem
deutsch-russischen Dealerring an. Bei einem Theaterbesuch mit seiner
Ex-Frau wird Dobranski Zeuge eines Mordes an einem der Tänzer.
Zudem fällt er danach trotz aller Vorsicht auf einen
einarmigen
russischen Hütchen-Spieler herein und muss sich um eine
schwangere
Russin kümmern. Irgendwie scheint es zwischen allem eine
Verbindung zu geben.
Bemerkungen:
Mit Spannung erwartet, jetzt ermittelt er: Horst
G. Dobranski ist in der Hörspielwelt angekommen.
Eine wöchentlich erscheinende Hörspielserie - das
klingt
zunächst nicht danach, als dass da qualitativ Großes
zu
erwarten wäre.
Aber das Gegenteil ist der Fall! Die Serie ist durchaus fesselnd und
auch professionell produziert. Einige Schwächen leistet man
sich
zu Anfang zwar, es sind aber alles Dinge, die im Laufe der Serie
abstellbar sind.
Die Figur des Horst Dobranski ist gut gezeichnet und der Name erinnert
nicht nur an einen ehemaligen Kollegen aus Duisburg, sondern gibt auch
gleich die Richtung vor, in die das Ganze geht: Wer hier subtile
Ermittlungsarbeit sucht, wird wohl kaum fündig werden.
Neben seiner harten Ermittlungsarbeit, steht aber auch sein
Privatleben, das natürlich immer zu kurz kommt, im Fokus.
Sprechertechnisch gibt es generell nix zu meckern. Die
üblichen
Halver-Verdächtigen sind mit am Werk und erledigen ihren Job -
wie
gewohnt und erwartet - gut.
Musikalisch gibt es ordentliche Krimimucke. Die Vielfalt ist
diesbezüglich schon sehr interessant, denn meist geht man ja
in
Produktionen schon stilistisch in eine Richtung. Hier aber geht's recht
bunt zu: Mal trommeln und flöten Grijpstra und de Gier, mal
franzlamberts gewaltig.
Der Rhythmus der Veröffentlichungen ist hoch gesteckt:
Wöchentlich soll eine Folge erscheinen. Das ist für
einen
ausgemachten Fan der Serie sicherlich klasse, macht es aber auch nicht
gerade einfach am Ball zu bleiben. Auch hoffe ich, dass unter diesem
Druck nicht irgendwann die Qualität der Serie leidet.
Einfach - vielleicht für viele zu einfach - ist die
Verpackung.
Die CD ist einfach auf einer Pappe in einem Schlitz eingeklemmt, was
mich so ein bisschen an frühere Hörspielkassetten von
Remus
erinnert. Für den Sammler, der sich so etwas optisch
ansprechend
ins Regal räumen möchte, ist das nix - aber
dafür ist es
auch nicht gemacht.
Wenn ich die Idee dahinter (mal abgesehen von den Kosten) richtig
interpretiere, ist die Serie ja zum "direkten Verzehr" gedacht. Das
Hörspiel soll hauptsächlich Kiosken verkauft werden -
also
mitnehmen, ins Auto und ab in den Player! Und dafür ist die
Verpackung auch genau richtig. Das wird jeder bestätigen, der
schon mal bei Tempo 200 auf der Nordschleife versucht hat, ein
Jewelcase aufzumachen.
Die Idee ist genial und nimmt auf, wie Hörspiele zu ihrem
Erfolg
kamen: Als Mitnahmeprodukt. Das ist besonders positiv, da der Trend ja
leider immer mehr weg von der Präsenz im Handel, hin zu
Downloads
(die man noch schlechter ins Regal stellen kann) geht.
In Folge 1 muss sich Dobranski mit einem deutsch-russischen Drogenring
auseinandersetzen. Der Krimi ist durchweg spannend und durchdacht: Die
einzelnen Puzzleteile, die Dobranski zusammenbringen muss, lassen den
Verdacht einer 08/15-Krimiproduktion verschwinden. Das Teil fesselt
einen so, dass die Stunde Spielzeit wie im Fluge vorbeigeht
Negativ fällt allerdings der hohe Erzählanteil auf.
Dobranski
tritt als Erzähler und handelnde Person zugleich auf, was das
Hörspiel eher zu einer inszenierten Lesung macht. Es
stört
mich allerdings nur dort, wo Dobranski als Erzähler einen
Dialog
vorträgt - das wäre sicherlich besser zu
lösen gewesen.
Alles in allem muss man die Produktion aber loben! Das ist deutlich
mehr, als ich erwartet habe! Man erkennt an der ersten Folge sofort,
dass diese Serie das Potential hat, eine feste Größe
zu
werden.
Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis
Pacal Finkenauer
Anton Knjasev
Peter Rubers
Inhalt:
Ein durchgeknallter Junkie hat Dobranskis
Kollegen
schwer verletzt und sich dann in den Tod gestürzt. Der Junkie
war
vollgepumpt mit einer neuen, hochwirksamen Speedvariante! Bei seinen
Nachforschungen gerät Dobranski in einen Strudel aus Folter
und
Gewalt, die ihn fast das Leben kostet....
Bemerkungen:
War nach der ersten Folge eigentlich schon klar,
dass
diese Serie eher härtere Krimigeschichten erzählt,
räumt
man diesbezüglich mit der "Balkan Connection" auch die letzten
Zweifel aus dem Weg. Knallharte Action von vorne bis hinten - bei der
es zum Teil auch sehr übel zur Sache geht. Also nichts
für
Zartbesaitete!
Insgesamt gibt es auch wieder mehr "Hörspiel" zu
hören. Der
Erzählanteil ist zwar immer noch hoch, aber wirkt nicht mehr
befremdlich wie bei der ersten Folge. Es gibt nun mehr "Luft"
für
andere Sprecher, die zum großen Teil identisch mit den
Sprechern
der ersten Folge sind und wohl auch in den weiteren Teilen immer wieder
zu hören sein werden. Zu kritisieren gibt es da nichts, die
Leistungen sind sehr solide.
Musikalisch geht es im Stile der Folge 1 weiter. Ich finde allerdings
die Musik hier noch etwas passender - das Rasante des
Hörspiels
wird aufgegriffen und unterstützt.
Spätestens mit der zweiten Folge ist man voll drin im Thema
"Dobranski" und da man nun weiß, wo der Hase
hinläuft, kann
man auch schon soviel sagen, dass die Serie das Potential, das sich mit
Folge eins schon andeutete auch weiterhin haben wird. Die Story von
Sebastian Steffens ist etwas actionreicher als die Einstiegsfolge, was
aber zum harten Hund Dobranski sehr passend ist. So kann es gerne
weitergehen!
Konrad Halver
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis
Harry BumTschak
Ali Sommer
Kai-Henrik Moeller
Naief Hannousch
Michael Bideler
Jan Hinz
Inhalt:
Schmierenreporter Jimmy Klausen wird in
Stücke
gehackt in einem Fleischtrog in Neuen Schlachthof gefunden. Als kurz
darauf die Deutsche Bank von drei Gangstern überfallen und
seine
Mutter als Geisel genommen wird, ahnt Dobranski nicht, in welch
perfidem Zusammenhang beide Fälle stehen. Wer ist der vierte
Mann?
Bemerkungen:
Watete schon Folge 2 ordentlich im Blut, so
schüttet man bei dem "Vierten Mann" noch mal ein paar Eimer
nach.
Hier wird es jetzt mal richtig eklig. Die blutigsten Szenen hat man
auch noch mit richtig üblen Geräuschen unterlegt, die
eigentlich nicht in dieser epischen Breite notwendig gewesen
wären, aber sicherlich eine Menge Spaß bei der
Produktion
bereitet haben.
Das Hörspiel besteht aber nicht nur aus Gemetzel, nein, auch
hier
steckt wieder ein solider Krimi dahinter, der einen einfach gut
unterhält.
Sprecher und Musik sind wie auch bei den vorhergehenden Folgen nicht zu
kritisieren. Das passt alles!
Die Serie hat ihren eigenen Charme und ich kann mir mittlerweile
richtig gut vorstellen, dass Horst zu einer meiner
wöchentlichen
Instanzen wird!
Konrad Halver
Marion von Stengel
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Matthias Wiebalck
Sabine Hahn
Emilio de Marchi
Manfred Liptow
Inhalt:
Der weltberühmte Arzt Dr. Li Jung wird
ermordet im
Hafenbecken aufgefunden. Dobranski über die Tat
grübelt, wird
er von einer Chinesin konkaktiert, die ihm Informationen liefert. Li
Jung war in einen Internationalen Organhandel verwickelt.
Plötzlich mischt die Russenmafia mit und Dobranski und sein
Kollege Hansen geraten in Gefahr
Bemerkungen:
Kommissar Dobranski macht sich nun auf ins
Agentenmilieu. Ein unnötiger Schlenker, der zum Fall an sich
auch
gar nicht so recht passen will. Die Vorlage, die diesmal von Sebastian
Badenberg stammt, wirkt etwas sehr weit hergeholt und macht auch nur
bedingt Sinn. Da das Hörspiel recht kurz ist, geht das Ganze
auch
noch zu Lasten der gewohnten Dobranski-Umgebung, da wäre eine
Fortführung und Ausbau der Figur sicherlich sinnvoller
gewesen,
als das Spionage-Krach-Bumm-Päng.
Das klingt jetzt schlimmer, als es ist, denn unterhaltsam ist das Ganze
damit immer noch! Denn, obwohl die Story im Vergleich zu den ersten
drei Folgen etwas hängt, der Rest stimmt noch immer!
Die Folgen
1-4 sind zwischenzeitlich auch als CD-Box-Set erschienen:
5 - Elena
Autor:
Susanne Bartsch
Produktion:
Dobranski Holding Ltd.
Regie:
Sebastian Steffens
Bearbeitung:
Sebastian Steffens
Musik:
Titelsong: JF Sebastian
Länge:
~ 46 min
Mitwirkende:
Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Christian Enner
Irina Alexandrowa
Ulf Karsten Schmidt
Stanislav Rusch
Konstantin Ioannidis
Inhalt:
Ein Serienmörder macht St. Pauli
unsicher.
Zuhälter werden von einer unbekannten Killerin regelrecht
abgeschlachtet. Ein Muster ist nicht zu erkennen. Eine verschleppte
russische Prostituierte kann Dobranski vielleicht auf die
Sprünge
helfen. Doch plötzlich bekommt er es mit einer Schlepperbande
zu
tun. Und in dem ganzen Getöse muss er noch einen Kleinkrieg
gegen
den neuen Macker seiner Ex-Frau führen.
Bemerkungen:
So ist's recht! Da ist Dobranski nach der etwas
inhaltlich schwächelnden Folge 4 wieder in der Spur. Das Buch
stammt diesmal von Susanne Bartsch, die hier nicht nur einen sehr
ordentlichen Milieukrimi präsentiert, sondern auch noch
für
eine nette Stilblüte in Dobranskis Leben sorgt: Seine
Eifersucht
auf den Neuen seiner Ex, die er in vollkommen kindischen Spielchen
auslebt - ein krasser, wie genialer Charakterzug, der auf den ersten
Blick so gar nicht zu dem harten Hund Dobranski passen will,
tatsächlich sich aber sehr gut in seine Schrulligkeit
einfügt.
Sprechertechnisch gibt es nichts Neues, dafür holt man bei der
Musik das ein oder andere neue Stück aus dem Schrank - die
stilistische Vielfalt bleibt - erstklassige Krimimucke, die allerdings
wie immer nur als Trenner eingesetzt wird - aber die nötige
Krimiatmosphäre schafft die Produktion ja auch so.
Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
Wolfgang: Robert Missler
Evelin: Catrin Owerfeld
Julia: Marie Biermann
Oma Else: Irmgard Jedamzik
Salvatore Grimaldi/Mehmet Dogan: Ali Sommer
Frau Berger: Gerlinde Dillge
Gerry: Kurt Glockzin
u.a.
Inhalt:
Einem Eisverkäufer wird seine Vorliebe
für
Pralinen zum Verhängnis: Er wird mit präparierter
Schokolade
vergiftet! Kommissar Hansen ist (fast) auf sich alleine gestellt:
Dobranski liegt im Krankenhaus! Doch auch ohne seinen Kollegen findet
Hansen raus, dass der Ermordete seine Kasse mit Drogendeals
aufbesserte! Was haben seine Ex-Freundin und sein süchtiger
Punk-Bruder mit dem Fall zu tun?
Bemerkungen:
Diesmal macht Horst Dobranski eine kleine Pause,
da er
sich beide Beine bricht und sich "seinen" sechsten Fall nur vom
Krankenbett aus ansehen bzw. -hören kann. Notgedrungen
überlässt seinem Kollegen Tom Hansen das Feld. Der
bekommt es
- wie der Titel ja schon verspricht - mit Kiffern, Dealern,
Eisverkäufern aber auch mit Apothekerinnen und deren
Töchtern
zu tun.
Der Fall an sich ist ebenso solide wie es auch Kommissar Hansen ist,
der sich hier allerdings schon sehr
gewöhnungsbedürftig durch
den Fall "hamburgert". Das ist in den vorhergehenden Fällen
nicht
so stark ins Gewicht gefallen, da natürlich sonst sein
Sprechanteil auch nicht so groß ist. Daneben tauchen noch
einige
andere Stimmen, die sich fernab des Schriftdeutschen bewegen, und daher
hat man hier öfters den Eindruck "Ohnsorg goes Schimanski".
Und
das wirkt - wie es leider bei Hörspielen mit großem
Mundartanteil oft der Fall ist - zum Teil etwas zu klamaukhaft. Die
Serie hat ja ohnehin eine humorige Seite hat, sodass das hier schon zum
Teil etwas too much ist. Das Positive daran ist aber, dass es hier
einige kultige Sprüche gibt, die ohne Slang vielleicht nur
halb so
gut rüberkämen.
Das Buch von Alfred Urks ist aber wie gesagt sehr solide und der Fall
hat schon einiges zu bieten. Der gescheite Aufbau in der Ermittlung
macht auch dem verwöhnten Krimihörer Spaß
und man
bekommt hier diesbezüglich den m. E. besten Fall der
bisherigen
Serie.
Die Action tritt dafür im Gegenzug etwas zurück, was
aber
aufgrund der Qualität des Falles nicht wirklich schlimm ist .
Alles in allem ist dieser Fall eine prima Abwechslung innerhalb der
Serie . Auch wenn ich Dobranski eine baldige Genesung wünsche,
ist
sein Ausfall trotz Beinbruch kein Beinbruch.
Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Peter Ranzow: Robert Missler
Verbindungsbruder: Asad Schwarz-Msesilamba
Theo Dobranski: Burkhard Schmeer
Max Rausch: Kalle Geisendorf
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
René Bergmann: Tom Steinbrecher
Mutter Bergmann: Gabi Liehmann
Inhalt:
Ein Kioskbesitzer wird brutal gefoltert und mit
Spiritus vergiftet, seine philippinische Frau und sein Baby sind
verschwunden. Dobranski ermittelt. Als ein zerstückelter
Student
aufgefunden wird, scheint alles auf einen irren Mörder
hinzuweisen. Doch Dobranski kommt einem tödlichen Duo aus der
Studentenverbindung auf die Spur...
Bemerkungen:
Ich habe mich schon gefreut, als ich auch dem
Cover
las, dass das Buch zu dieser Folge wieder von Susanne Bartsch
geschrieben wurde. Der Stoff ist auch tatsächlich erneut gut,
wenn
man mal von einem recht dicken Schnitzer absieht.
Wie schon bei der Folge Elena holt Susanne Bartsch auch hier wieder das
Privatleben Dobranskis etwas mehr nach vorne. Diesmal zieht Horsts
Sohn, der sich gerade von seinem Lebenspartner getrennt bei ihm ein und
biegt gemeinsam mit Hansen Dobranskis Nerven sehr weit durch. Das
lässt ein bisschen das alte Schimanski/Thanner-Feeling
aufkommen
und lockert - und wertet vorallem - das Hörspiel auf.
Musikalisch hat man ein paar Novitäten aufgetan, die man
größtenteils aber besser gelassen hätte, wo
sie waren.
Gerade die neuen Stücke fand ich auch zum Teil zu laut -
allerdings bin ich auch schon alt und vielleicht deshalb kein
Maßstab!
Trotzdem gab es in den vorangegangenen Folgen durchaus passendere
Untermalung.
Alles in allem ein solider Dobranski. Nicht ganz vorne, da er leider
ein paar Mängel hat, aber man kann auf keinen Fall sagen, dass
ich
nicht gut unterhalten worden wäre!
Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Mario Diebert: Marco Pieper
Frau Zimmermann: Gilda Mempel
Robert Engström: Gerd D. Samariter
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
Rakete: MP Bachmann
Dr. Adamski: Jan Hinz
Müller-Urlauh: Michael v. Rospatt
Mutter Diebert: Marita Volkland
Inhalt:
Schuldirektor Engström wird nackt und
mit
gebrochenem Genick in seinen eigenen Exkrementen gefunden. Mord oder
Unfall bei bizarren Sexspielen? Dobranski tappt im Dunkeln, bis ihn der
halbwüchsige Mario und nicht zuletzt sein Kollege Rakete auf
die
richtige Spur bringen...
Bemerkungen:
Dobranski hören wird langsam zur Sucht,
ständig hofft man, die neue "gelbe Pappe" in der Post zu
finden.
In seinem neuen Fall geht es kurz und knapp zur Sache. Eine knappe
dreiviertel Stunde und der Fall ist gelöst bzw. Horst im
Lottoladen und Hamburg wieder halbwegs sicher.
Die Kürze geht leider etwas zu Lasten der Story, die mir etwas
zu
einfach daher kommt. Das geht alles etwas zu glatt und leider ist das
Ermittlerduo Horst und Tom nicht mehr alleine, sondern einen
ordentlichen Anteil an der Ermittlungsarbeit hat auch Kommissar Zufall.
Außerdem bleibt kaum Raum für das liebgewonnene
Umfeld des
schrulligen Kommissars, das sonst doch für einen hohen
Unterhaltungswert sorgt.
Sicherlich ist die Story aufgrund ihrer Kürze sehr dicht und
weist
keine Längen auf, aber dafür kommt sie leider auch
ungewohnt
belanglos daher. Von daher fällt diese Folge innerhalb der
Serie
etwas ab.
Trotz dieses Mankos stimmt noch immer das grundsätzliche
Serienpaket. Das rettet diese Folge in den positiven Wertungsbereich.
Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Cem Aslam: Asad Schwarz-Msesilamba
Bob Marple: Rob Quirk
Fritz: Robert Missler
Oma Else: Irmgard Jedamzik
Hülya Aslam: Celine Fontanges
Freund: Chris Schauer
Kupferstecher: Ivo Moeller
Mütter: Gabi Liehmann,
Sylvia Schramm-Schumann
Inhalt:
Ein bekannter deutscher Rapper wird im Tonstudio
erschossen. Zur Lösung dieses Falls bekommt Kommissar
Dobranski
den jungen Kollegen Cem Aslam zugeteilt, der sich in der HipHop-Szene
blendend auskennt. Als ein weiterer Rapper beim Videodreh im Puff
abgeknallt wird, gerät Aslam ins Blickfeld der Ermittler.
Kommt der Täter etwa aus den eigenen Reihen? Oder steckt
jemand ganz anderes hinter der Mordserie?
Bemerkungen:
Nach ein paar Wochen Pause ist Dobranski wieder
zurück. Zunächst leider nur als Download-Version bei
claudio.de. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt, dass er auch bald wieder
im Regal zu finden ist.
Die nunmehr neunte Folge unterscheidet sich schon etwas von den
vorherigen. Dobranski ist hier nicht mehr der alte
draufgängerische Kommissar, sondern nur noch der alte
Kommissar.
Das liegt vor allem an seinem neuen Kollegen Cem, der als
türkisch
stämmiger Polizist seinem Chef auf diesem Gebiet ordentlich
das
Wasser abgräbt.
Ist mal was anderes, wirkt aber in der Gesamtfolge etwas deplatziert.
Aber hier wird man hier wohl die weiteren Folgen abwarten
müssen,
ob sich das eine einmalige Aktion bleibt, oder ob man
tatsächlich
an der Figur bastelt.
Der Fall ist recht spannend und wäre auch ein richtig
guter,
wenn da nicht die recht billige und unglaubwürdige
Auflösung
am Schluss wäre. Da fällt einem dann schon etwas die
Klappe
runterHier hätte ich dem Autor einen Schuss mehr
Kreativität
in eine andere Richtung gewünscht.
Was aber keineswegs zu kurz kommt, ist der Humor. Das ist
natürlich ein Feld, wo sich die Geschmäcker streiten
werden; Ist das nun lustig oder gerade nicht. Denn es wird
hier
viel mit Klischees gearbeitet, was vielleicht manchem doch zu
viel ist, andere werden die Folge gerade deshalb
mögen.
Immerhin entschädigt es - wenn man denn mit dem Humor kann -
für den dann schließlich doch schlechten Krimi.
Meinen Nerv hat das ganze zumindest getroffen, vom Drumherum wurde ich
recht gut unterhalten. Vom Krimiaspekt ist das Ganze allerdings
für die Füße. Dennoch besser als die
vorherige Folge,
aber nur weil der Unterhaltungswert etwas höher lag.