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Kommissar Dobranski

Horst 

 

 

Horst G. Dobranski ist Kommissar in der Davidswache in Hamburg. Ein harter Hund, der keiner Auseinandersetzung aus dem Wege geht….

Mit Spannung erwartet, jetzt ermittelt er: Horst G. Dobranski ist in der Hörspielwelt angekommen. 

Eine wöchentlich erscheinende Hörspielserie - das klingt zunächst nicht danach, als dass da qualitativ Großes zu erwarten wäre. Aber das Gegenteil ist der Fall! Die Serie ist durchaus fesselnd und auch professionell produziert. Einige Schwächen leistet man sich zu Anfang zwar, es sind aber alles Dinge, die im Laufe der Serie abstellbar sind. Die Figur des Horst Dobranski ist gut gezeichnet und der Name erinnert nicht nur an einen ehemaligen Kollegen aus Duisburg, sondern gibt auch gleich die Richtung vor, in die das Ganze geht: Wer hier subtile Ermittlungsarbeit sucht, wird wohl kaum fündig werden. Neben seiner harten Ermittlungsarbeit, steht aber auch sein Privatleben, das natürlich immer zu kurz kommt, im Fokus.  

Sprechertechnisch gibt es generell nix zu meckern. Die üblichen Halver-Verdächtigen sind mit am Werk und erledigen ihren Job - wie gewohnt und erwartet - gut. 

Musikalisch gibt es ordentliche Krimimucke. Die Vielfalt ist diesbezüglich schon sehr interessant, denn meist geht man ja in Produktionen schon stilistisch in eine Richtung. Hier aber geht's recht bunt zu: Mal trommeln und flöten Grijpstra und de Gier, mal franzlamberts gewaltig.

Der Rhythmus der Veröffentlichungen ist hoch gesteckt: Wöchentlich soll eine Folge erscheinen. Das ist für einen ausgemachten Fan der Serie sicherlich klasse, macht es aber auch nicht gerade einfach am Ball zu bleiben. Auch hoffe ich, dass unter diesem Druck nicht irgendwann die Qualität der Serie leidet.

Einfach – vielleicht für viele zu einfach -  ist die Verpackung. Die CD ist einfach auf einer Pappe in einem Schlitz eingeklemmt, was mich so ein bisschen an frühere Hörspielkassetten von Remus erinnert. Für den Sammler, der sich so etwas optisch ansprechend ins Regal räumen möchte, ist das nix - aber dafür ist es auch nicht gemacht.

Wenn ich die Idee dahinter (mal abgesehen von den Kosten) richtig interpretiere, ist die Serie ja zum "direkten Verzehr" gedacht. Das Hörspiel soll hauptsächlich Kiosken verkauft werden - also mitnehmen, ins Auto und ab in den Player! Und dafür ist die Verpackung auch genau richtig. Das wird jeder bestätigen, der schon mal bei Tempo 200 auf der Nordschleife versucht hat, ein Jewelcase aufzumachen.

Die Idee ist genial und nimmt auf, wie Hörspiele zu ihrem Erfolg kamen: Als Mitnahmeprodukt. Das ist besonders positiv, da der Trend ja leider immer mehr weg von der Präsenz im Handel, hin zu Downloads (die man noch schlechter ins Regal stellen kann) geht.

Hier geht’s zur Website des Kommissars


 

Zu Folge 1

Zu Folge 2

Zu Folge 3

Zu Folge 4

Zu Folge 5

Zu Folge 6

Zu Folge 7

Zu Folge 8

Zu Folge 9

1 - Russisch Brot
  Autor: Richard Fasten
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Konrad Halver und Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Konrad Halver und Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 60 min
  Cover - Dobranski 1

Mitwirkende:

Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Gilda Mempel
Tom Steinbrecher
Irina Alexandrowa
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis

Inhalt:

Horst G. Dobranski ist Kommissar in der Davidswache in Hamburg. Ein harter Hund, der keiner Auseinandersetzung aus dem Wege geht. In Folge 1 - "Russich Brot" legt er sich mit einem deutsch-russischen Dealerring an. Bei einem Theaterbesuch mit seiner Ex-Frau wird Dobranski Zeuge eines Mordes an einem der Tänzer. Zudem fällt er danach trotz aller Vorsicht auf einen einarmigen russischen Hütchen-Spieler herein und muss sich um eine schwangere Russin kümmern. Irgendwie scheint es zwischen allem eine Verbindung zu geben.

Bemerkungen:

Mit Spannung erwartet, jetzt ermittelt er: Horst G. Dobranski ist in der Hörspielwelt angekommen.
Eine wöchentlich erscheinende Hörspielserie - das klingt zunächst nicht danach, als dass da qualitativ Großes zu erwarten wäre.

Aber das Gegenteil ist der Fall! Die Serie ist durchaus fesselnd und auch professionell produziert. Einige Schwächen leistet man sich zu Anfang zwar, es sind aber alles Dinge, die im Laufe der Serie abstellbar sind.

Die Figur des Horst Dobranski ist gut gezeichnet und der Name erinnert nicht nur an einen ehemaligen Kollegen aus Duisburg, sondern gibt auch gleich die Richtung vor, in die das Ganze geht: Wer hier subtile Ermittlungsarbeit sucht, wird wohl kaum fündig werden.
Neben seiner harten Ermittlungsarbeit, steht aber auch sein Privatleben, das natürlich immer zu kurz kommt, im Fokus.

Sprechertechnisch gibt es generell nix zu meckern. Die üblichen Halver-Verdächtigen sind mit am Werk und erledigen ihren Job - wie gewohnt und erwartet - gut.

Musikalisch gibt es ordentliche Krimimucke. Die Vielfalt ist diesbezüglich schon sehr interessant, denn meist geht man ja in Produktionen schon stilistisch in eine Richtung. Hier aber geht's recht bunt zu: Mal trommeln und flöten Grijpstra und de Gier, mal franzlamberts gewaltig.

Der Rhythmus der Veröffentlichungen ist hoch gesteckt: Wöchentlich soll eine Folge erscheinen. Das ist für einen ausgemachten Fan der Serie sicherlich klasse, macht es aber auch nicht gerade einfach am Ball zu bleiben. Auch hoffe ich, dass unter diesem Druck nicht irgendwann die Qualität der Serie leidet.

Einfach - vielleicht für viele zu einfach - ist die Verpackung. Die CD ist einfach auf einer Pappe in einem Schlitz eingeklemmt, was mich so ein bisschen an frühere Hörspielkassetten von Remus erinnert. Für den Sammler, der sich so etwas optisch ansprechend ins Regal räumen möchte, ist das nix - aber dafür ist es auch nicht gemacht.
Wenn ich die Idee dahinter (mal abgesehen von den Kosten) richtig interpretiere, ist die Serie ja zum "direkten Verzehr" gedacht. Das Hörspiel soll hauptsächlich Kiosken verkauft werden - also mitnehmen, ins Auto und ab in den Player! Und dafür ist die Verpackung auch genau richtig. Das wird jeder bestätigen, der schon mal bei Tempo 200 auf der Nordschleife versucht hat, ein Jewelcase aufzumachen.
Die Idee ist genial und nimmt auf, wie Hörspiele zu ihrem Erfolg kamen: Als Mitnahmeprodukt. Das ist besonders positiv, da der Trend ja leider immer mehr weg von der Präsenz im Handel, hin zu Downloads (die man noch schlechter ins Regal stellen kann) geht.

In Folge 1 muss sich Dobranski mit einem deutsch-russischen Drogenring auseinandersetzen. Der Krimi ist durchweg spannend und durchdacht: Die einzelnen Puzzleteile, die Dobranski zusammenbringen muss, lassen den Verdacht einer 08/15-Krimiproduktion verschwinden. Das Teil fesselt einen so, dass die Stunde Spielzeit wie im Fluge vorbeigeht

Negativ fällt allerdings der hohe Erzählanteil auf. Dobranski tritt als Erzähler und handelnde Person zugleich auf, was das Hörspiel eher zu einer inszenierten Lesung macht. Es stört mich allerdings nur dort, wo Dobranski als Erzähler einen Dialog vorträgt - das wäre sicherlich besser zu lösen gewesen.

Alles in allem muss man die Produktion aber loben! Das ist deutlich mehr, als ich erwartet habe! Man erkennt an der ersten Folge sofort, dass diese Serie das Potential hat, eine feste Größe zu werden.
Meine Wertung:












 
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2 - Die Balkan Connection
  Autor: Sebastian Steffens
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 60 min
  Cover - Dobranski 2

Mitwirkende:

Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis
Pacal Finkenauer
Anton Knjasev
Peter Rubers


Inhalt:

Ein durchgeknallter Junkie hat Dobranskis Kollegen schwer verletzt und sich dann in den Tod gestürzt. Der Junkie war vollgepumpt mit einer neuen, hochwirksamen Speedvariante! Bei seinen Nachforschungen gerät Dobranski in einen Strudel aus Folter und Gewalt, die ihn fast das Leben kostet....

Bemerkungen:

War nach der ersten Folge eigentlich schon klar, dass diese Serie eher härtere Krimigeschichten erzählt, räumt man diesbezüglich mit der "Balkan Connection" auch die letzten Zweifel aus dem Weg. Knallharte Action von vorne bis hinten - bei der es zum Teil auch sehr übel zur Sache geht. Also nichts für Zartbesaitete!

Insgesamt gibt es auch wieder mehr "Hörspiel" zu hören. Der Erzählanteil ist zwar immer noch hoch, aber wirkt nicht mehr befremdlich wie bei der ersten Folge. Es gibt nun mehr "Luft" für andere Sprecher, die zum großen Teil identisch mit den Sprechern der ersten Folge sind und wohl auch in den weiteren Teilen immer wieder zu hören sein werden. Zu kritisieren gibt es da nichts, die Leistungen sind sehr solide.

Musikalisch geht es im Stile der Folge 1 weiter. Ich finde allerdings die Musik hier noch etwas passender - das Rasante des Hörspiels wird aufgegriffen und unterstützt.

Spätestens mit der zweiten Folge ist man voll drin im Thema "Dobranski" und da man nun weiß, wo der Hase hinläuft, kann man auch schon soviel sagen, dass die Serie das Potential, das sich mit Folge eins schon andeutete auch weiterhin haben wird. Die Story von Sebastian Steffens ist etwas actionreicher als die Einstiegsfolge, was aber zum harten Hund Dobranski sehr passend ist. So kann es gerne weitergehen!
Meine Wertung:












 
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3 - Der vierte Mann
  Autor: Sebastian Steffens
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 60 min
  Cover - Dobranski 3

Mitwirkende:

Konrad Halver
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Konstantin Ioannidis
Harry BumTschak
Ali Sommer
Kai-Henrik Moeller
Naief Hannousch
Michael Bideler
Jan Hinz

Inhalt:

Schmierenreporter Jimmy Klausen wird in Stücke gehackt in einem Fleischtrog in Neuen Schlachthof gefunden. Als kurz darauf die Deutsche Bank von drei Gangstern überfallen und seine Mutter als Geisel genommen wird, ahnt Dobranski nicht, in welch perfidem Zusammenhang beide Fälle stehen. Wer ist der vierte Mann?

Bemerkungen:

Watete schon Folge 2 ordentlich im Blut, so schüttet man bei dem "Vierten Mann" noch mal ein paar Eimer nach. Hier wird es jetzt mal richtig eklig. Die blutigsten Szenen hat man auch noch mit richtig üblen Geräuschen unterlegt, die eigentlich nicht in dieser epischen Breite notwendig gewesen wären, aber sicherlich eine Menge Spaß bei der Produktion bereitet haben.

Das Hörspiel besteht aber nicht nur aus Gemetzel, nein, auch hier steckt wieder ein solider Krimi dahinter, der einen einfach gut unterhält.

Sprecher und Musik sind wie auch bei den vorhergehenden Folgen nicht zu kritisieren. Das passt alles!

Die Serie hat ihren eigenen Charme und ich kann mir mittlerweile richtig gut vorstellen, dass Horst zu einer meiner wöchentlichen Instanzen wird!
Meine Wertung:












 
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4 - China Express
  Autor: Sebastian Badenberg
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 46 min
  Cover - Dobranski 4

Mitwirkende:

Konrad Halver
Marion von Stengel
Robert Missler
Irmgard Jedamzik
Ulf Karsten Schmidt
Matthias Wiebalck
Sabine Hahn
Emilio de Marchi
Manfred Liptow

Inhalt:

Der weltberühmte Arzt Dr. Li Jung wird ermordet im Hafenbecken aufgefunden. Dobranski über die Tat grübelt, wird er von einer Chinesin konkaktiert, die ihm Informationen liefert. Li Jung war in einen Internationalen Organhandel verwickelt. Plötzlich mischt die Russenmafia mit und Dobranski und sein Kollege Hansen geraten in Gefahr

Bemerkungen:

Kommissar Dobranski macht sich nun auf ins Agentenmilieu. Ein unnötiger Schlenker, der zum Fall an sich auch gar nicht so recht passen will. Die Vorlage, die diesmal von Sebastian Badenberg stammt, wirkt etwas sehr weit hergeholt und macht auch nur bedingt Sinn. Da das Hörspiel recht kurz ist, geht das Ganze auch noch zu Lasten der gewohnten Dobranski-Umgebung, da wäre eine Fortführung und Ausbau der Figur sicherlich sinnvoller gewesen, als das Spionage-Krach-Bumm-Päng.

Das klingt jetzt schlimmer, als es ist, denn unterhaltsam ist das Ganze damit immer noch! Denn, obwohl die Story im Vergleich zu den ersten drei Folgen etwas hängt, der Rest stimmt noch immer!
Meine Wertung:












 
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Die Folgen 1-4 sind zwischenzeitlich auch als CD-Box-Set erschienen:



5 - Elena
  Autor: Susanne Bartsch
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 46 min
  Cover - Dobranski 5

Mitwirkende:

Konrad Halver
Reinhilt Schneider
Robert Missler
Christian Enner
Irina Alexandrowa
Ulf Karsten Schmidt
Stanislav Rusch
Konstantin Ioannidis

Inhalt:

Ein Serienmörder macht St. Pauli unsicher. Zuhälter werden von einer unbekannten Killerin regelrecht abgeschlachtet. Ein Muster ist nicht zu erkennen. Eine verschleppte russische Prostituierte kann Dobranski vielleicht auf die Sprünge helfen. Doch plötzlich bekommt er es mit einer Schlepperbande zu tun. Und in dem ganzen Getöse muss er noch einen Kleinkrieg gegen den neuen Macker seiner Ex-Frau führen.

Bemerkungen:

So ist's recht! Da ist Dobranski nach der etwas inhaltlich schwächelnden Folge 4 wieder in der Spur. Das Buch stammt diesmal von Susanne Bartsch, die hier nicht nur einen sehr ordentlichen Milieukrimi präsentiert, sondern auch noch für eine nette Stilblüte in Dobranskis Leben sorgt: Seine Eifersucht auf den Neuen seiner Ex, die er in vollkommen kindischen Spielchen auslebt - ein krasser, wie genialer Charakterzug, der auf den ersten Blick so gar nicht zu dem harten Hund Dobranski passen will, tatsächlich sich aber sehr gut in seine Schrulligkeit einfügt.

Sprechertechnisch gibt es nichts Neues, dafür holt man bei der Musik das ein oder andere neue Stück aus dem Schrank - die stilistische Vielfalt bleibt - erstklassige Krimimucke, die allerdings wie immer nur als Trenner eingesetzt wird - aber die nötige Krimiatmosphäre schafft die Produktion ja auch so.
Meine Wertung:












 
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6 - Kiffer, Eis und tote Dealer
  Autor: Alfred Urks
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: ~ 65 min
  Cover - Dobranski 6

Mitwirkende:

Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
Wolfgang: Robert Missler
Evelin: Catrin Owerfeld
Julia: Marie Biermann
Oma Else: Irmgard Jedamzik
Salvatore Grimaldi/Mehmet Dogan: Ali Sommer
Frau Berger: Gerlinde Dillge
Gerry: Kurt Glockzin
u.a.

Inhalt:

Einem Eisverkäufer wird seine Vorliebe für Pralinen zum Verhängnis: Er wird mit präparierter Schokolade vergiftet! Kommissar Hansen ist (fast) auf sich alleine gestellt: Dobranski liegt im Krankenhaus! Doch auch ohne seinen Kollegen findet Hansen raus, dass der Ermordete seine Kasse mit Drogendeals aufbesserte! Was haben seine Ex-Freundin und sein süchtiger Punk-Bruder mit dem Fall zu tun?

Bemerkungen:

Diesmal macht Horst Dobranski eine kleine Pause, da er sich beide Beine bricht und sich "seinen" sechsten Fall nur vom Krankenbett aus ansehen bzw. -hören kann. Notgedrungen überlässt seinem Kollegen Tom Hansen das Feld. Der bekommt es - wie der Titel ja schon verspricht - mit Kiffern, Dealern, Eisverkäufern aber auch mit Apothekerinnen und deren Töchtern zu tun.
Der Fall an sich ist ebenso solide wie es auch Kommissar Hansen ist, der sich hier allerdings schon sehr gewöhnungsbedürftig durch den Fall "hamburgert". Das ist in den vorhergehenden Fällen nicht so stark ins Gewicht gefallen, da natürlich sonst sein Sprechanteil auch nicht so groß ist. Daneben tauchen noch einige andere Stimmen, die sich fernab des Schriftdeutschen bewegen, und daher hat man hier öfters den Eindruck "Ohnsorg goes Schimanski". Und das wirkt - wie es leider bei Hörspielen mit großem Mundartanteil oft der Fall ist - zum Teil etwas zu klamaukhaft. Die Serie hat ja ohnehin eine humorige Seite hat, sodass das hier schon zum Teil etwas too much ist. Das Positive daran ist aber, dass es hier einige kultige Sprüche gibt, die ohne Slang vielleicht nur halb so gut rüberkämen.


Das Buch von Alfred Urks ist aber wie gesagt sehr solide und der Fall hat schon einiges zu bieten. Der gescheite Aufbau in der Ermittlung macht auch dem verwöhnten Krimihörer Spaß und man bekommt hier diesbezüglich den m. E. besten Fall der bisherigen Serie.


Die Action tritt dafür im Gegenzug etwas zurück, was aber aufgrund der Qualität des Falles nicht wirklich schlimm ist .


Alles in allem ist dieser Fall eine prima Abwechslung innerhalb der Serie . Auch wenn ich Dobranski eine baldige Genesung wünsche, ist sein Ausfall trotz Beinbruch kein Beinbruch.
Meine Wertung:












 
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7 - Außer Kontrolle!
  Autor: Susanne Bartsch
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Cover - Dobranski 7

Mitwirkende:

Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Peter Ranzow: Robert Missler
Verbindungsbruder: Asad Schwarz-Msesilamba
Theo Dobranski: Burkhard Schmeer
Max Rausch: Kalle Geisendorf
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
René Bergmann: Tom Steinbrecher
Mutter Bergmann: Gabi Liehmann

Inhalt:

Ein Kioskbesitzer wird brutal gefoltert und mit Spiritus vergiftet, seine philippinische Frau und sein Baby sind verschwunden. Dobranski ermittelt. Als ein zerstückelter Student aufgefunden wird, scheint alles auf einen irren Mörder hinzuweisen. Doch Dobranski kommt einem tödlichen Duo aus der Studentenverbindung auf die Spur...

Bemerkungen:

Ich habe mich schon gefreut, als ich auch dem Cover las, dass das Buch zu dieser Folge wieder von Susanne Bartsch geschrieben wurde. Der Stoff ist auch tatsächlich erneut gut, wenn man mal von einem recht dicken Schnitzer absieht.
Wie schon bei der Folge Elena holt Susanne Bartsch auch hier wieder das Privatleben Dobranskis etwas mehr nach vorne. Diesmal zieht Horsts Sohn, der sich gerade von seinem Lebenspartner getrennt bei ihm ein und biegt gemeinsam mit Hansen Dobranskis Nerven sehr weit durch. Das lässt ein bisschen das alte Schimanski/Thanner-Feeling aufkommen und lockert - und wertet vorallem - das Hörspiel auf.
Musikalisch hat man ein paar Novitäten aufgetan, die man größtenteils aber besser gelassen hätte, wo sie waren. Gerade die neuen Stücke fand ich auch zum Teil zu laut - allerdings bin ich auch schon alt und vielleicht deshalb kein Maßstab!
Trotzdem gab es in den vorangegangenen Folgen durchaus passendere Untermalung.
Alles in allem ein solider Dobranski. Nicht ganz vorne, da er leider ein paar Mängel hat, aber man kann auf keinen Fall sagen, dass ich nicht gut unterhalten worden wäre!
Meine Wertung:












 
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8 - Tod eines Freiers
  Autor: Kalle Geisendorf
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
  Länge: 41 Min.
  Cover - Dobranski 8

Mitwirkende:

Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Mario Diebert: Marco Pieper
Frau Zimmermann: Gilda Mempel
Robert Engström: Gerd D. Samariter
Tom Hansen: Ulf Karsten Schmidt
Rakete: MP Bachmann
Dr. Adamski: Jan Hinz
Müller-Urlauh: Michael v. Rospatt
Mutter Diebert: Marita Volkland

Inhalt:

Schuldirektor Engström wird nackt und mit gebrochenem Genick in seinen eigenen Exkrementen gefunden. Mord oder Unfall bei bizarren Sexspielen? Dobranski tappt im Dunkeln, bis ihn der halbwüchsige Mario und nicht zuletzt sein Kollege Rakete auf die richtige Spur bringen...

Bemerkungen:

Dobranski hören wird langsam zur Sucht, ständig hofft man, die neue "gelbe Pappe" in der Post zu finden.

In seinem neuen Fall geht es kurz und knapp zur Sache. Eine knappe dreiviertel Stunde und der Fall ist gelöst bzw. Horst im Lottoladen und Hamburg wieder halbwegs sicher.

Die Kürze geht leider etwas zu Lasten der Story, die mir etwas zu einfach daher kommt. Das geht alles etwas zu glatt und leider ist das Ermittlerduo Horst und Tom nicht mehr alleine, sondern einen ordentlichen Anteil an der Ermittlungsarbeit hat auch Kommissar Zufall.

Außerdem bleibt kaum Raum für das liebgewonnene Umfeld des schrulligen Kommissars, das sonst doch für einen hohen Unterhaltungswert sorgt.

Sicherlich ist die Story aufgrund ihrer Kürze sehr dicht und weist keine Längen auf, aber dafür kommt sie leider auch ungewohnt belanglos daher. Von daher fällt diese Folge innerhalb der Serie etwas ab.
Trotz dieses Mankos stimmt noch immer das grundsätzliche Serienpaket. Das rettet diese Folge in den positiven Wertungsbereich.


Meine Wertung:












 




 
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9 - Amerikanische Verhältnisse
  Autor: Andreas Neuenkirchen
  Produktion: Dobranski Holding Ltd.
  Regie: Sebastian Steffens
  Bearbeitung: Sebastian Steffens
  Musik: Titelsong: JF Sebastian
Länge: ~ 50 Min.
  Cover - Dobranski 9 

Mitwirkende:

Horst G. Dobranski: Konrad Halver
Cem Aslam: Asad Schwarz-Msesilamba
Bob Marple: Rob Quirk
Fritz: Robert Missler
Oma Else: Irmgard Jedamzik
Hülya Aslam: Celine Fontanges
Freund: Chris Schauer
Kupferstecher: Ivo Moeller
Mütter: Gabi Liehmann,
Sylvia Schramm-Schumann

Inhalt:

Ein bekannter deutscher Rapper wird im Tonstudio erschossen. Zur Lösung dieses Falls bekommt Kommissar Dobranski den jungen Kollegen Cem Aslam zugeteilt, der sich in der HipHop-Szene blendend auskennt. Als ein weiterer Rapper beim Videodreh im Puff abgeknallt wird, gerät Aslam ins Blickfeld der Ermittler.

Kommt der Täter etwa aus den eigenen Reihen? Oder steckt jemand ganz anderes hinter der Mordserie?

Bemerkungen:

Nach ein paar Wochen Pause ist Dobranski wieder zurück. Zunächst leider nur als Download-Version bei claudio.de. Die Hoffnung stirbt aber zuletzt, dass er auch bald wieder im Regal zu finden ist.

Die nunmehr neunte Folge unterscheidet sich schon etwas von den vorherigen. Dobranski ist hier nicht mehr der alte draufgängerische Kommissar, sondern nur noch der alte Kommissar. Das liegt vor allem an seinem neuen Kollegen Cem, der als türkisch stämmiger Polizist seinem Chef auf diesem Gebiet ordentlich das Wasser abgräbt.
Ist mal was anderes, wirkt aber in der Gesamtfolge etwas deplatziert. Aber hier wird man hier wohl die weiteren Folgen abwarten müssen, ob sich das eine einmalige Aktion bleibt, oder ob man tatsächlich an der Figur bastelt.

Der Fall ist recht spannend und wäre auch ein richtig guter, wenn da nicht die recht billige und unglaubwürdige Auflösung am Schluss wäre. Da fällt einem dann schon etwas die Klappe runterHier hätte ich dem Autor einen Schuss mehr Kreativität in eine andere Richtung gewünscht.   

Was aber keineswegs zu kurz kommt, ist der Humor. Das ist natürlich ein Feld, wo sich die Geschmäcker streiten werden;  Ist das nun lustig oder gerade nicht. Denn es wird hier viel mit Klischees gearbeitet, was vielleicht manchem doch zu viel ist, andere werden die Folge gerade deshalb mögen. Immerhin entschädigt es - wenn man denn mit dem Humor kann - für den dann schließlich doch schlechten Krimi.

Meinen Nerv hat das ganze zumindest getroffen, vom Drumherum wurde ich recht gut unterhalten. Vom Krimiaspekt ist das Ganze allerdings für die Füße. Dennoch besser als die vorherige Folge, aber nur weil der Unterhaltungswert etwas höher lag.
Meine Wertung:












 
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