See der verlorenen Seelen (Teil 1)

Inhalt:

Plötzlich und wie aus dem Nichts ertönt lautes Gebell. Anne schreckt aus dem Schlaf auf: Was ist das? Ein Mann....er läuft den Waldrand entlang, gehetzt von einer Hundemeute. Doch vor wem ist er auf der Flucht? Und warum? Vielleicht hat es mit der Liste zu tun, die er bei sich trägt. Eine Liste, auf der die Namen von Anne, Daniel, Christian und Claudia stehen. Und noch ein Name: Schedoni.
Bearbeitung und Regie: Behnke Katja & Brandhorst Klaus
Musik: Ralf Buntrock
Produktion: Pandoras Play 2008
Länge: 58 Min.
 
See der verlorenen Seelen (Teil 2)

Inhalt:

Einladend tanzen die Sonnenstrahlen auf der glänzenden Wasseroberfläche des Sees. Doch wer hineinblickt, ist verloren: Seine Seele wird unwiderruflich in die dunkle Tiefe gerissen. Daniel holt tief Luft und schreitet langsam in das Wasser. Mühsam kämpft er sich durch die eiskalten Fluten. Luft....er bekommt keine Luft. Er darf sich seine Angst nicht anmerken lassen. Schließlich gibt es nur diesen einzigen Weg aus der Gefahr. Und es ist auch die einzige Möglichkeit, das Geheimnis seiner Person zu entschlüsseln. Denn die Lösung liegt auf dem Grund des Sees....des Sees der verlorenen Seelen.
Bearbeitung und Regie: Behnke Katja & Brandhorst Klaus
Musik: Ralf Buntrock
Produktion: Pandoras Play 2008
Länge: 60 Min. + 3 Min. Outtakes


Bemerkungen: Nach langer Wartezeit geht es nun endlich mit "Schattensaiten" weiter, einer Serie, die ein ganz besonderes Flair mit sich bringt. Die phantasievolle und originelle Geschichte um die Daniel, Anna, Christian und Claudia hatte ja mit Folge 7 "Die Erlkönigin" nur einen bedingten Abschluss gefunden. Umso erfreulicher, dass es jetzt nochmal weitergeht und nun auch einige noch offene Punkte geklärt werden.

Auch wenn man die bisherigen Folgen nicht mehr so ganz im Ohr präsent hat, nach kurzer Zeit ist man wieder im Thema - ein Vorteil, der wohl im einprägsamen Setting und der - auch insgesamt - originellen Geschichte begründet ist.

Die lange Pause hat der Serie offenbar nicht geschadet, die Macher haben offenbar nichts verlernt und so umgibt auch diese beiden Geschichten die bekannte, stimmige und ungewöhnliche Atmosphäre. Diese hinkt in ihrer technischen Umsetzung vielleicht den aktuellen Hörgewohnheiten etwas hinterher - für meinen Geschmack ist das allerdings kein Nachteil: Nicht schlechter, sondern anders als andere. Dieses Besondere sollte sich die Serie meines Erachtens auch auf jeden Fall bewahren.

Die Geschichte an sich weiß gut zu unterhalten. Sie hat kleinere logische Schwächen, die sich aber in diesem Genrerahmen vertreten lassen. Kleinere Unschönheiten gibt es auch bei Skript oder Schnitt, jedenfalls sind einzelne Dialoge mitunter schon mal etwas durcheinandergewürfelt. Auch hätte man hier und da eine Szene kappen können, gerade die Flucht der von Anna, Christian und Claudia beinhaltet schon die ein oder andere Länge. Insgesamt sind das nur kleinere Schwächen, die zwar auffallen, den guten Eindruck der Geschichte allerdings nicht deutlich nach unten ziehen.

Die Sprecher sind auf dem soliden Niveau der ersten Folgen. Auch wenn man hier keine "Profis" im eigentlichen Sinne einsetzt, ist man doch weit von dem negativen Touch, der der Bezeichung "Amateursprecher" innewohnt, entfernt. Ganz im Gegenteil, die Charaktere sind gut und glaubhaft besetzt und die Darsteller verstehen es, der Geschichte Leben einzuhauchen.

Für das gute Flair sorgt auch die gewohnt atmosphärsiche Soundkulisse. Die Musik schafft es, die Geschichte recht gut zu unterstützen. Die gewählten Geräusche sind ebenfalls recht stimmig. Grundsätzlich schafft man so eine ausgewogene Kulisse, die jedoch auch in der Lage ist, sehr ordentliche Schockeffekte zu setzen.

Eine langersehnte und vor allem würdige Fortsetzung der Serie. Die Geschichte unterhält gut, kleinere Schwächen sind zwar vorhanden, lassen sich aber verschmerzen.


 

Meine Wertung: + + +

 


 

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