zurück zur Übersicht

 

Vampira

 

 

Vampira ist ursprünglich eine Romanserie von Manfred Weiland, die nunmehr von Floff vertont und von Lübbe-Audio vertrieben wird. Protagonistin ist Lilith, Tochter einer Vampirin und eines Menschen. Die Geschichten sind eine Mischung aus Horror- und Erotiktrash. Buchbearbeitung und Regie liegt bei Florian Fickel, die Musik steuern Rainer Scheithauer und Joschi Kauffmann bei.

 

 

 

 

Zu Folge 3

Zu Folge 4

 

 

Folge 3 – Besessen

Vampira3 

 

Lilith ist auf der Flucht vor den Vampiren in eine Kirche geflohen. Dort erwacht sie aus ihrer Onmacht und findet sich gefesselt wieder. Pater Lorrimer hat sie bei ihrer Metamorphose beobachtet und will einen Exorzismus an ihr durchführen, um den Vampir aus Liliths Körper zu vertreiben.

Der Versuch scheitert, da Lorrimer von Liliths Kleid gestoppt wird. Sein Schüler, Duncan Luther, wird von den Vampiren angeheuert, um Lilith mit einem hölzernen Dolch zu töten. Lilith flieht jedoch mit Duncan.

 

Detective Warner findet den Polizeipsychologen Sekada wieder, der um Jahre gealtert und zum zahnlosen Vampir mutiert, einen Pärchen beim Liebesspiel störte. Warner lässt ihn von Stiller in eine Anstalt bringen, der jedoch unternimmt lieber einen Mordanschlag auf Warner.

 

Mit:

Tina Haseney

Christian Rode

Michael Habeck

Barbara Ratthey

Norbert Langer

Volker Brandt

Santiago Ziesmer

Friedrich Schönfelder

Gerrit Schmitt-Foss

Mogens von Gadow

Michael Holz

Willy Schneck

Sabine Menne

Michael Habeck

 

 

Nach den schwachen Auftaktfolgen hatte ich nur geringe Erwartungen an die kommenden Produktionen, insbesondere da es munkelt, dass die Folgen 3 und 4 schon komplett im Kasten waren, als die ersten beiden erschienen und man also auch Kritik ggf. gar nicht hätte reagieren können.

Trotzdem, die Hoffnung stirbt zuletzt, und so hab ich mir dann doch der Folge gewidmet. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Hoffnung ist gestorben – nach dieser Folge sehe ich keine Möglichkeit, die Serie zu retten, als noch mal bei Null anzufangen. Hier nützt es echt nix, hier und da an einem Rädchen zu drehen, der Käse ist und bleibt verkorkst.

 

Zwar kenne ich die grundlegenden Romane nicht, aber Heftromane dieser Art strotzen ja ohnehin nicht von weltliterarischem Inhalt – sie sollen unterhalten, fertig! Daher ist hier auch im Regelfall keine großartige Story zu erwarten – selbst gute Hörspiele in dieser Art leben ja meist von der Atmosphäre und einer professionellen Umsetzung.

 

Wenn es gut ist, gibt es neben einer dichten Atmosphäre auch noch eine dichte Story. Aber auch hier vergeigt die Produktion alles. Anstatt die Vorlage auf das Wesentliche und Wichtige zu reduzieren, langweilt man den Hörer über eine Stunde mit einer Story, die ohne große Verluste in der Hälfte der Zeit hätte erzählt werden können.

 

Hinzu kommt, dass viele Einfälle des Autors, die schon an sich etwas befremdlich sind (z. B. dieses wehrhafte Kleid), auch noch so dermaßen albern umgesetzt werden, dass man mehrfach mit dem Kopf auf den Tisch schlägt.  Schräge Ideen gibt es in dem Genre oft, aber mir fällt wirklich kein Beispiel ein, wo so etwas dermaßen lächerlich präsentiert wird.

 

Sehr deutlich zeigt sich auch, dass große Sprechernamen noch lange kein gutes Hörspiel machen. Hier zeigt sich deutlich, dass die Regieleistung einfach den Namen nicht verdient hat. Man hat den Eindruck, egal was die Sprecher vor sich her stammeln, es findet den Weg in die fertige Produktion.

 

Man hat schließlich und endlich den Eindruck, hier weiß keiner der Beteiligten, was er zu tun hat. Den Regisseur taucht offenbar nur im Booklet auf, die Sprecher irren wie ohnmächtig durch das Skript, das qualitativ vollkommen am Stock geht.

 

Alles in allem geht es in Folge 3 nochmal so richtig den Schacht runter (ritsch-ratsch, ritsch-ratsch). Hier hat man die „Leistung“ der ersten beiden Folgen noch mal getoppt. „Besessen“ ist das zweitschlechteste Hörspiel, dass ich je gehört habe, wobei das schlechteste sich noch zumindest mit einem „künstlerischen Anspruch“ rausreden konnte.

 

Nein, das hier ist gar nichts!

 

- - - -

 

 

nach oben

 

Folge 4 – Landrus Ankunft

 

Vampira4 

Duncan und Lilith sind auf der Flucht vor den Vampiren in ein Motel geflohen. Sie erfahren aus der Presse, dass Duncan verdächtigt wird, Pater Lorrimer ermordet zu haben. Er ruft seine Eltern an. Im Gespräch mit seiner Mutter, hat er aber das Gefühl, dass dies eine andere Person ist.

Daraufhin fahren beide zu Duncans Elternhaus. Hier haben allerdings die Vampire eine Falle für Lilith gestellt. Nachdem sie dieser entkommen sind, spürt Lilith einen Sog, der in Landrus Ankunft begründet ist und fällt in Ohnmacht.

Duncan bringt sie zur Journalistin Elisabeth, die den Fall Lorrimer aufarbeitet. Gemeinsam fahren sie zu dem Haus in der Paddington Street.

 

Tina Haseney

Christian Rode

Michael Habeck

Barbara Ratthey

Santiago Ziesmer

Gerrit Schmitt-Foss

Mogens von Gadow

Michael Holz

Sabine Menne

Michael Habeck

Ulrike Sturzbecher

Barbara Stoll

Frank Stöckle

Udo Schenk

Sabine Menn

Bela B.

 

Wenn man ganz positiv gestimmt ist, kann man sagen: Es geht aufwärts. Das ist allerdings nur im Vergleich zur dritten Folge zu sehen, denn einen erwähnenswerten Fortschritt bzw. Besserung gibt es eigentlich nicht. Immerhin schafft man es, die Handlung etwas strukturierter und klarer darzustellen. Allerdings scheut man sich auch nicht, die bislang inhaltlich dünnste Story auf das – ohnehin viel zu lange – Normalmaß von über 60 Minuten aufzublasen. Damit gibt es wieder mal viel zu viel Hörspiel bei viel zu wenig Handlung.

Vielleicht hätte man mit der halben Spielzeit, etwas halbwegs Brauchbares zaubern können. So schafft man nur eines: Langeweile.

Spannung, Grusel, Erotik – alles, wo die Serie hin will, findet einfach nicht statt.

Sollte sich nicht etwas Entscheidendes am Niveau ändern, kann ich mir ein Überleben der Serie jenseits der nächsten Veröffentlichung beim besten Willen nicht vorstellen – wobei ich da auch falsch liegen kann, denn ich hätte mir auch nicht vorstellen können, dass so eine Serie überhaupt das Haus Lübbe verlässt.

 

- - -

 

nach oben

 

 

zurück zur Übersicht