Abseits der Wege - Kapitel 6 - Erloschen
  Idee und Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
  Produktion: Decision / Universal 2009
Regie: Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert & Volker Sassenberg
in Zusammenarbeit mit dem Symphonic Silence Orchestra/ Bukarest, Soundful Products Studios/ Hegenheim und Finians Regenbogen
  Länge: 62 Min.
 


Mitwirkende:

Erzähler: Heinz Ostermann
Gaston Glück: Timmo Niesner
Dungring: Stefan Krause
Halmir: Hannes Maurer
Myrell: Diana S. Borgwardt
Ruttgar: Engelbert von Nordhausen
Scha’Agrotis: Dirk Müller
Tebald Glück: Jürgen Kluckert
Gajan: Eberhard Prüter
Po: Volker Sassenberg
Lyssandrer: Martina Treger
Introerzählerin: Diana S. Borgwardt

Inhalt:

Aus dem endlosen Wolkenmeer fiel endloser Nieselregen. Eine nasse Wand, die von Stunde zu Stunde kälter wurde. Weiße Kerben gruben sich in das Vergessene Land. Dann kam der Schnee. Aus dem Gestöber traten die vereisten Hänge riesenhafter Gletscher. Eine erfrorene Einöde, die kein Leben zu kennen schien. Die Feuer von Norgont waren erloschen ...


Bemerkungen: Konnte die letzte Folge noch mit einem halbwegs interessanten Abenteuer die Serie etwas aus der Lethargie befreien, so fällt diese Folge erneut in die inhaltliche Leere zurück.

Obwohl nun laut Plan schon die Hälfte der Folgen erreicht ist, tappen die Figuren weiterhin ziellos, aber dafür mit sehr lyrischen Ausschmückungen versehen, durch die Lande und werden mit mehr oder weniger mysteriösen Dingen konfrontiert. So etwas kann man eine Folge lang ertragen, wenn sich aber kaum mehr zur Halbzeit der Serie getan hat, ist das schon mehr als bedenklich und nährt die Befürchtung, die man schon nach dem Auftakt haben durfte, dass man hier eine inhaltsarme Fantasy-Hülle mit viel Aufwand produziert.

Letztlich sind inhaltliche Aspekte Geschmacksache, und so finden sich vielleicht hier auch Fans, die mit dem hier Erzählten glücklich und zufrieden sind - mir war das jedoch deutlich zu wenig.

Keinerlei Zweifel gibt es allerdings bei der Produktion. Hier zieht das Team um Volker Sassenberg alle Register, um eine erstklassige Atmosphäre zu einer Fantasy-Geschichte  zu erzeugen. Auch das Sprecherensemble lässt hier weder Wünsche offen, noch Mängel erkennen.

Eine schöne Verpackung kann inhaltliche Mängel vielleicht ein wenig kaschieren, wenn sie aber so groß sind, wie hier, verpufft die Wirkung leider schnell.

"Erloschen" ist nicht nur der Titel dieser Episode, sondern beschreibt auch ganz gut den Zustand des Interesses an der Geschichte. Hier wird dem Hörer deutlich zu wenig an Inhalten geboten. Man kann nur hoffen, dass künftige Folgen sich mehr auf die Substanz konzentrieren, anstatt bloß wohlklingene Fantasy-Folien zu erzeugen.
 
 
Meine Wertung: - -
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