Adams van Ghoot
  Autor: Oliver Wenzlaff
  Produktion: Brainwork-music / Hörspiele Welt 2007
  Regie: Oliver Wenzlaff
  Musik: Oliver Blankenburg, Calle Dürr, Viven Hyangho Rickie Kinnen, Timo Renz, Vincenzo Savino, Michael Strietzel, Sebastian Wegener, Kathleen Weinert, Oliver Wenzlaff
  Länge: ca. 103 Min.
  Cover Adams van Ghoot

Mitwirkende:

Andreas Fröhlich, Markus Stolberg, Engelbert von Nordhausen, Gundi Eberhard, Philipp Moog, Michael Tietz, Peter Flechter, Martin Sabel, Nicole Unger, Julia de Bor, Marion Thesenvitz, Regina Schmolensky, Jenny Bins, Karen Schulz-Vobach, Anne Kalkbrenner, Solveig Schuster, Eva Herold, Michael T. Lorenz, fabienne Heyne, René Döring, Alexander Mildner, Oliver Blankenberg

Inhalt:

Adams hat den Auftrag, seinen Planeten Ghoot wieder mit Energie zu versorgen, die diesem aufgrund eines bedauerlichen Zwischenfalls abhanden gekommen ist. Hierzu soll er die Erde nutzen, dort eine geeignete Infrastruktur schaffen, und sobald dort genug Energie produziert wird, diese absaugen und nach Ghoot transferieren soll. Adams muss sich dabei in direkte Konkurrenz zu Gott mit seiner Schöpfungsidee begeben.

Der etwas trottelige Bov verliebt sich in Jenny und schafft es auch, sich mit ihr zu verabreden. Das Rendez-Vous wird allerdings von seinem vorlauten Hologramm etwas gestört. Als Jenny entführt wird, macht sich Bov auf, sie zu befreien und lernt dabei allerlei seltsame Kreaturen kennen.

Bemerkungen:

Adams van Ghoot hat mich leider schon beim ersten Blick aufs Cover entsetzt. Dass Sprecher aus Gründen des Marketings mit den Hollywoodstars, die sie synchronisieren, in Verbindung gebracht werden, ist ja Gang und Gäbe, dass ihre eigenen Namen nun aber schon gar nicht mehr in Bezug auf die Rolle genannt werden, ist meine Erachtens nicht nur stillos, sondern auch eine Abwertung der Sprecher.
Einzig Andreas Fröhlich wird auf dem Cover erwähnt und nicht als "Die Stimme aus der BurgerKing-Werbung als Erzähler" angepriesen.
Es grollt mich ja schon grundsätzlich, wenn da steht "Mit den deutschen Sprechern von John Miller und Peter Smith", aber hier setzt man noch eins drauf, in dem man diese Stars auch noch den Rollen zuordnet. Sorry, aber das geht gar nicht!

Im Inlay werden dann die Namen (Nicht nur der Sprecher, sondern aller Beteiligten) natürlich ausführlich benannt, damit kann man diesen Ausrutscher auf der Frontseite aber auch nicht vergessen machen.

Ebensfalls im Innenteil gibt es einige befremdliche Comiczeichnungen, eine Art Collage mit verschiedenen auftretenden Charakteren und einen Strip mit leeren Sprechblasen, der eine Szene aus dem Hörspiel darstellt. Diese Grafiken zeigen schon deutlich wo die Reise hingeht: Es wird bunt und es wird schrill.

Die Geschichte an sich bastelt sich über 100 Minuten auf 2 CDs als nette, aber unbedeutenden SF-Klamotte. Sie tut nicht weh, erreicht mich als Hörer leider aber auch nicht wirklich.

Das Ganze ist ziemlich von Douglas Adams - sagen wir mal - inspiriert, ohne allerdings auch nur annähernd den Charme der Romane des Briten zu kopieren. Auch in Punkto Humor erreicht man dies nicht wirklich. Lustige Geschichten zu erzählen, hat immer den Nachteil, dass es ziemlich schwierig ist, etwas Massenkompatibles zu machen. Gerade hier ist der Humor sehr speziell und wird leider dafür sorgen, dass nur die Wenigsten mit "Adams van Ghoot" etwas anfangen können. Es wirkt zudem auch eher als ein Sammelsurium lustiger Einfälle, denn nach einer Geschichte aus einem Guss, die man mit lustigen Details aufpoliert hat.

Von der technischen Seite ist das Stück in Ordnung, es wurde schon recht passend zur Geschichte umgesetzt. Nichts was ein großer Knaller wäre, aber durchaus solide und nicht zu beanstanden. Auch die Sprecher liefern durchweg gute Arbeit ab, da scheint man fast ausnahmslos mit Spaß bei der Sache gewesen zu sein. Die Hauptlast trägt hier Andreas Fröhlich, der hier nahezu eine Idealbesetzung als Erzähler ist.

Alles in allem ist "Adams van Ghoot" wohl leider nicht der große Wurf - Die Geschichte ist zu dünn, um wirklich fesseln zu können und so zieht sich diese Klamotte doch mehr, als dass sie unterhalten kann. Schade, aber da hätte ich deutlich mehr erwartet.

 

 

Meine Wertung:

 

 
 


 

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