| Adler und Engel |
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Autor: |
Zeh Juli |
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Produktion: |
MDR 2006 |
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Regie: |
Stefan Kanis |
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Bearbeitung: |
Stefan Kanis |
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Länge: |
70' |
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Mitwirkende: |
Max: Fabian Busch Jessie: Julia Hummer Shershah: Matthias
Walter Ross: Harald Schrott Herbert: Ernst Konarek Rufus:
Dieter Mann Anwältin: Liv-Juliane Barine |
Inhalt: |
Jessie ist tot. Sie hat sich erschossen, als sie mit Max
telephonierte. Zu Schulzeiten der geborene Versager, picklig und
übergewichtig, hat Max aus sich selbst das Projekt seines Lebens
gemacht: einen Karrierejuristen. Innerhalb von zehn Jahren hat er
sich hochgearbeitet, aus eigener Kraft, wie er glaubte. Zu Rufus
nach Wien, auf den Olymp des Völkerrechts, von wo aus die
Staatengemeinschaft aussieht wie ein paar Kinder, die sich
gegenseitig Sand in die Augen werfen. Aber dann ist Jessie wieder
aufgetaucht, und mit ihr das einzige echte Gefühl in Max' Leben: Die
boden-lose Liebe zu der kindlich-verrückten Tochter eines
millionenschweren Drogenhändlers. Als Jessie stirbt, schmeißt Max
seinen Job. Er sitzt in Leipzig und beschließt, den Rest seiner
Lebenszeit nach der Menge an Kokain zu bemessen, die er sich noch
kaufen kann. Max ist am Ende... In Rückblenden entfaltet sich so das
private Drama von Jessie und Max, das sich als Teil einer viel
größeren, politischen Tragödie erweist: Jessie ist in internationale
Drogengeschäfte verwickelt, mit denen große Teile des Krieges auf
dem Balkan finanziert werden. Ihre seltsame Liebe ist ein Produkt
jenes zynischen Miteinanders von Bürgerkriegshelden, Völkermördern,
Drogenhändlern und UNO-Politikern, die Schreckliches zulassen, um
noch Schrecklicheres zu verhindern. Und auch Max muss erkennen, dass
er als EU-Osterweiterungsexperte im Dienst des organisierten
Verbrechens stand. |
Bemerkungen: |
Romanumsetzungen erfordern leider einen Stoff, der sich auch gut
umsetzen lässt. Ob das hier der Fall ist, kann zumindest bezweifelt
werden, denn von der hochgelobten Vorlage bleibt hier nicht viel
übrig, als siebzig Minuten langatmiges Dahinplätschern. Die
Geschichte hätte eigentlich Potential, aber hier wird mit viel zu
wenig Leidenschaft erzählt, so dass man sich schon zwingen muss, am
Ball zu bleiben.
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