Alina Fox (1) Tödlicher Kristall



Skript, Aufnahmeregie, Schnitt, Soundeffekte: Oliver Wenzlaff 
Figurenentwicklung, Skript: Daniel Gramsch
Musik: Christin Henkel
Titelsong: Sebastian Wegener
Aufnahme: Michael Strietzel, Tom Bopp
Comic-Culture-Verlag/Megaphon 2010
60 Min.


Erzähler: Michael Tietz
Alina Fox: Gundi Eberhard
Claas van Tejm: Engelbert von Nordhausen
Brisco Taylor: Dirk Stollberg 
Jeremiah Hendricks: Gerrit Hamann
Paco Gonzales: Norman Matt
Agamemnon Brown: Dirk Hardegen
Clayton Young: Martin Sabel
Pierre LeLoup: Matthias Rimpler
Felicia Payne: Anja Dreischmeier
Detective Turner: Bert Stevens
Dr. Gruenspan: Alexander Mildner
Nachtwächter: Sven Brieger
Fahrer: Tom Bopp
sowie Micaela Bara, Peter Lontzek, Mara Josefine Riedle 


Sie ist eine smarte Meisterdiebin. Er ist ein skrupelloser Mörder, der ihren Vater auf dem Gewissen hat. Alina Fox und Claas van Tejm sind erbitterte Gegner – und beide sind dem Mysterium der dreizehn Kristallschädel auf der Spur. Wer sie zuerst in seinen Händen hält, dem soll sich die Weltformel offenbaren. Schnell entwickelt sich die Jagd nach dem geheimen Wissen der Welt zu einer tödlichen Odyssee… Dreizehn Schädel – aus Kristall. Eine Geschichte über dreizehn Schädel, die wirklich existieren. Bis heute weiß niemand, was es mit Ihnen auf sich hat.


Bemerkungen:

Mit "Alina Fox" wagt sich Comic-Culture an eine Hörspielversion des gleichnamigen Comics. Die Aufmachung lässt dabei schon erahnen, wohin die Reise gehen könnte: eine triviale, vielleicht sogar trashige  Abenteuer-Geschichte.

Es beginnt mit bewährten Elementen, ein bisschen "Top Kapi" hier, ein bisschen "Indiana Jones" da - der Rahmen und auch einzelne Sequenzen des Plots sind per se wenig originell. Dennoch gelingt es, daraus eine recht unterhaltsame Geschichte zu konstruieren. Viel hinterfragen sollte man hierbei zwar nicht, das ist aber eher genretypisch - hier steht ja das Spektakel deutlich im Vordergrund.

Bei der Umsetzung der Comic-Vorlage ins Hörspiel bleibt man zu sehr dem alten Medium verhaftet. Nicht nur, dass das Stück sehr erzählerlastig daherkommt, diese Parts sind oft zu statisch auf die Bild- und Szenenbeschreibungen ausgelegt. Man transportiert hier viele Informationen, um dem Hörer ein sehr klares Bild zu vermitteln. Der Phantasie des Hörers überlässt man da einfach zu wenig.

Dadurch kommt auch die Geschichte selbst nicht gut ins Rollen, da die Dialoge sich nicht wirklich entwickeln können. Man hat zwar sehr viele gute Sprecher mit an Bord geholt, die aber kaum richtig glänzen können. Dafür sind die Figuren oft zu stereotyp bleiben in den weitreichenden Erzählerpassagen zu beschränkt. Hier ist die Nähe zum Comic zu deutlich, als dass diese Umsetzung im Medium Hörspiel gut funktionieren kann.

Den solideste Punkt bildet die Untermalung mit Musik und Geräuschen. Hier wird zwar auch das Rad nicht neu erfunden, man agiert aber hier auf einem soliden Niveau, dass bei vergleichbaren Produktionen Standard ist und sowohl dem Genre, als auch dieser Geschichte durchaus genügt.

Leider ist der erste Einsatz von "Alina Fox" nicht ganz auf dem Niveau, das man heute von einer Produktion erwarten darf. Die Wurzel allen Übels liegt hier meines Erachtens im Skript, dass dem Medium Hörspiel zu wenig Rechnung trägt. Daraus können dann auch selbst erstklassige Sprecher kein Hörgold formen. Der Geschichte an sich kann man den, wenn auch trashigen, Unterhaltungswert nicht absprechen, mit dieser Umsetzung hilft das aber dem Hörer auch nicht wirklich weiter.


Meine Wertung: -


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