| Als die Autos rückwärts fuhren |
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Autor: |
Henning Venske |
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Produktion: |
WDR 1973 - highscoremusic 2008 |
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Regie: |
Werner Klein |
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Bearbeitung: |
Werner Klein |
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Musik: |
Carola Kretschmer |
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Länge: |
53 Min. |
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Mitwirkende: |
Laßdas Pinökel: Stephan Chreszinski
Vater: Henning Venske
Mutter:
Christine Teelen
sowie Ursula Vogel, Ranier Schmitt, Michael Weckler,
Ingeborg Tröndle, Werner Klein, Gert Haucke
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Inhalt: |
Laßdas Pinökel ist elf und schon ganz schön halbstark. Ihm passieren ziemlich
eigenartige Dinge - oder passieren sie gar nicht wirklich? Sein Vater glaubt,
Laßdas Pinökel sei vielleicht der UrUrenkel von Münchhausen. Daß alle Autos in
der Stadt plötzlich rückwärts fahren, ist schließlich keine Entschuldigung,
nicht zur Schule zu gehen... Und, wie kommt der brennende Adventskranz um den
Hals des Religionslehrers? "Ein überaus phantasievolles Kind", sagt Laßdas
Pinökels Vater, aber er hat keine Ahnung. Nur Laßdas Pinökel hat den Durchblick.
Das Hörspiel erhielt 1977 den deutschen Schallplattenpreis und war
nicht zuletzt durch die markante Musik von Carola Kretschmer - Gitarristin im
Udo Lindenberg Panikorchester- erfolgreich und bis heute so
beliebt.
Henning Venske, 1939 in Stettin geboren. In den 1970er Jahren
begann Venskes Arbeit als freiberuflicher Schauspieler, Regisseur, Moderator und
Autor beim Fernsehen und im Rundfunk (NDR). Von 1971 bis 1974 moderierte er für
die Fernsehsendung Musik aus Studio B. Auch Sendungen wie Sesamstraße und Rollen
im Tatort machten ihn einem breiteren Publikum bekannt. Auf der Bühne ging er in
dieser Zeit auf Tournee. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde Venske Chefredakteur
der Satirezeitschrift Pardon. Er veröffentlichte unter dem Pseudonym Arne
Piewitz. Für die Münchner Lach- und Schießgesellschaft wirkte er als Autor,
Mitwirkender und Regisseur. |
Bemerkungen: |
Ein Hörspiel so seltsam, wie der Protagonist: Laßdas Pinökel, der seinen
"Vornamen" von den ständigen Ermahnungen seiner Eltern nicht anders kennt,
erzählt von seinem Leben und der - aus seiner Sicht - sehr verschrobenen Welt
der Erwachsenen, die ja alle irgendwie nicht ganz normal sind.
Ganz normal
ist auch diese Geschichte nicht - zumindest aus heutiger Sicht...
Die Geschichte ist deutlich anders, als das Gros der damaligen
Kinderhörspiele. Anarchich, wild und bunt geht es hier zu. Es ist
wohl der besonderen Zeit geschuldet, aus der diese Produktion stammt.
Es war eine Zeit, in der progressivere Formate für Kinder gefragt
waren. In diese Nische passt "Als die Autos rückwärts fuhren"
perfekt hinein. Aus der heutigen Sicht mag das befremdlich wirken, wer
jedoch in dieser Zeit groß wurde, den wird die Geschichte
allerdings nicht sonderlich merkwürdig vorkommen.
So wird auch das große Interesse an dieser Produktion vermutlich
eher bei den Nostalgikern liegen, denn die heutigen
Hörgewohnheiten der Masse sind leider andere. Zwar gibt es auch
heute noch von der Machart vergleichbare Produktionen, aber auch die
tauchen meist nur im Radio auf und haben dort nur einen
eingeschränkten Hörerkreis.
Das ist ein wenig schade, denn mir persönlich gefällt die
Geschichte gerade deshalb, weil sie eben so erfrischend anders ist.
Die Inszenierung ist der Geschichte angepasst. Bunt und schillernd geht
es da zu, Hörspielszene wechseln sich mit Musikpassagen ab und man
merkt deutlich, dass der Spaß dieser Produktion auch auf die
kleine, aber feine Sprecherriege übergesprungen ist.
Sebastian Pobot von highscoremusic hat dieses Stück zum
Glück aus den Archiven befreit und neu aufgelegt. So
dürfen sich alle freuen, die der LP vergeblich auf
Flohmärkten hinterhergerannt sind. Sogar ein wenig Nostalgie hat
er bewahrt: Die CD enthält nur zwei Tracks - für jede
LP-Seite einen.
Ein Faible für das Ungewöhnliche sollte man schon mitbringen,
um diese Produktion genießen zu können. Wer das kann, wird
mit dieser noch immer erfrischenden Produktion bestens unterhalten. |
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