| Amnesia |
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Autor: |
Matthias Scheliga |
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Produktion: |
RBB 2006 |
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Regie: |
Jürgen Dluzniewski |
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Länge: |
55 Min. |
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Mitwirkende: |
Tiede Undal: Antje von der Ahe
Engest: Axel Wandtke
Garlund: Joachim
Kaps
Zeifer: Klaus Manchen
ER: Frank Arnold
Herr der Bibliothek: Peter
Groeger
Pförtner / Computer: Mark Bischoff
Frau: Brigitte
Röttgers
Verkäufer: Steffen Steglich
Mann Carl: Carl Heinz Choynski
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Inhalt: |
Das Leben der Menschen im Jahre 2400 in "Amnesia" läuft scheinbar normal, sie
verlieren zwar mehr und mehr ihr eigenes Gedächtnis, doch dafür haben sie einen
Hauscomputer, der ihnen ihren Alltag und ihre Lebensplanung diktiert. Und es
gibt die alles beherrschende gigantische Bibliothek, in der alles Wissen und
jegliche menschliche Äußerung festgehalten und archiviert wird. Dort bekommt die
junge Tide Undal einen neuen Job und lernt einen Mann kennen, ihren Kollegen
Garlund, der sie ihr ruhiges, fremdgesteuertes Leben in Frage stellen lässt. Sie
findet heraus, dass er Mitglied einer Untergrundorganisation, dem so genannten
"Brandorden" ist, der die Bibliothek und mit ihr alle Erinnerungen zerstören
will, um noch einmal völlig neu anzufangen. Zunächst hilft Tide ihm bei der
Suche nach einem ominösen Code, der möglicherweise den Sinn aller Existenz
chiffriert. Doch allmählich erkennt die junge Frau, dass sie mit Zerstörung
allein nicht weiter kommt ... |
Bemerkungen: |
Ein SF-Hörspiel, das eine düstere Zukunftsvision als Folie nutzt, um (auch)
Kritik an der heutigen Gesellschaft, bzw. deren Auswüchse, zu üben. Einziges
Manko ist, das diese etwas in der Struktur des Hörspiels etwas verschwimmt und
gerade gegen Ende des Hörspiels in der Geschichte zu sehr untertaucht.
Aber
"Amnesia" ist dennoch weit davon entfernt, ein schlechtes Hörspiel seines Genres
zu sein. Zu eindrucksvoll sind die Bilder, die hier gezeichnet werden, als dass
man es auf eine evtl. zu dünne Prämisse reduzieren könnte.
Die
Produktion des RBB ist gut besetzt. Trotzt weniger großer Namen ist das Set hier
ziemlich homogen und kann insgesamt überzeugen.
Der Stil und die
Atmosphäre sind dem Thema angemessen und kommen glaubhaft rüber. Diesbezüglich
erfüllt das Hörspiel auch formal den Anspruch, den man an eine solche Geschichte
haben darf.
Wer gute Endzeitgeschichten mag, der sollte hier ruhig mal
ein Ohr riskieren. |
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