Dreamland und Steinbrecher Entertainment
Produktion 2010
Regie:
Tom Steinbrecher
Musik:
Plotzka
Mitwirkende:
Andi Meisfeld: Tom Steinbrecher
Armin Meisnick: Fabian Soop
Aleksa Meisner: Sonita Sodhi
Alfred Meisbeck: Oliver Rohrbeck
Adelina: Dorette Hugo
Meisakowski: Gernot Endemann
Alvin: Hennes Bender
Frau Dr. Mathilda: Karin Lieneweg
Kommissar Meisner: Konrad Halver
Andra Matucheck: Marie-Christin Natusch
Königin Arianne: Nathalie Wernsing
Diener Arndt: Andreas von der Meden
Aik: Michael Weikath
Aksel: Christian Pfaff
Chinameise: Tobias Graf-Carl
Radiomoderator: Andreas Hegewald
sowie Oda Plein, Thomas Birker, Joschi Hajek, Johanna Klein, Vera Bunk, Markus Haacke, Stefanie Puke und Marco Rosenberg.
Inhalt:
Ungewollt stören Andi Meisfeld und sein
Freund Armin ein Theaterstück.
Die Königin von Meisenstedt hat aber ein Einsehen und gibt den
beiden
nur eine kleine Strafarbeit. Sie sollen sich im Abschnitt 4 bei den so
genannten '13 Röhren' umschauen, ob dort alles in bester
Ordnung ist,
da am darauf folgenden Montag dort gebaut werden soll.
Aber niemand ahnt, was Andi und Armin dort erleben.
Was ist bloß in Röhre 13 los? Was sind das
für eigenartige Geräusche?
Wo kommen die her? Ist es Spuk?
Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Bemerkungen:
Endlich ist er wieder da:
Andi Meisfeld erlebt sein erstes kleines Jubiläum mit seinem
nunmehr fünften regulären Abenteuer. Auch hier erzählt
man wieder eine Geschichte, der ein recht gerader, unverwinkelter Plot
zu Grunde liegt. Das ist kein Manko, denn ein
Unterhaltungshörspiel für Kinder funktioniert so oft am
Besten. Zudem heißt es ja nicht, dass es hier eintönig
zuginge - im Gegenteil: Dieses Hörspiel ist höchst
unterhaltsam, weil der Fokus auf anderen Aspekten liegt und diese
allesamt stimmig sind.
Angefangen bei den Charakteren, die - selbst wenn es sich nur um
funktionale Rollen handelt - immer perfekt gezeichnet sind. Die
regelmäßig wiederkehrenden Figuren sind keine perfekten
Helden, aber höchst sympathisch und stets unterhaltsam. Sie sind
aber auch nicht zu glatt, als dass sie den Hörer nicht
berühren würden.
Auch die Art, wie erzählt wird, macht einen Gutteil der
Qualität aus. Dazu gehört die sehr durchdachte Ameisenwelt,
die mit sehr humorvollen Mitteln dargestellt wird. Dabei setzt man
diesmal nicht auf eine Vielzahl von Anspielungen, so dass der Witz
daran auch nie überstrapaziert wird.
Dazu kommt auch, dass die Umsetzung auch in den Sounds sehr genau
präsentiert wird. Die bereits etablierte Musikuntermalung wird gut
in den Szenen untergebracht, so dass sie das Tempo der Handlung
unterstützen. Die Geräuschkulisse ist sehr detailliert und
geht damit über die üblichen plakativen Standards in Kinder-
und Jugendhörspielen hinaus.
Letztlich liegt die Qualität aber auch daran, dass hier auch
Erwachsene nicht nur mithören können, sondern - vor
allem - auch bestens unterhalten werden. Gerade die alten
Hörspielfans werden sich über all die kleinen Anspielungen
und Gastauftritte - u. a. von Oliver Rohrbeck oder Karin Lieneweg
- freuen.
Andi Meisfeld, das ist - auch in dieser Episode - liebevoll gemachte
Hörspielunterhaltung, die sich wohltuend vom der Massenware in
diesem Marksegment abhebt. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte dies
ändern.