| Anklage Vatermord - Der Fall Phillip Halsmann |
| |
Autor: |
Martin Pollack |
| |
Produktion: |
WDR 2004 |
| |
Regie: |
Fabian von Freier |
| |
Bearbeitung: |
Fabian von Freier |
| |
Länge: |
82 Min. |
| |
|
|
Mitwirkende: |
Axel Milberg, Walter Kreye, Hans Gerd Kilbinger, Jona Mues, Konstantin Bülau,
Tobias Klausmann, Sigrid Burkholder, Regina Bode, Peter Raffalt, Heinrich
Baumgartner, Eva Garg, Rainer Homann und anderen

Walter Kreye

Jona Mues
Bilder: WDR/S. Anneck
|
Inhalt: |
Philippe Halsmann zählt zu den besten Fotografen der Welt - er porträtierte die
Stars für Vogue und Life. Es gibt jedoch ein Ereignis im Leben Halsmanns, das
ihn als geheimes Trauma immer begleitete und über das er bis zu seinem Tod 1979
nie mehr geredet hat: 1928 stürzte Halsmanns Vater aus ungeklärten Gründen bei
einer gemeinsamen Bergtour im Tiroler Zillertal ab. Der Sohn holte Hilfe, aber
bei der Ankunft der Retter war der Vater schon tot. Bei der Untersuchung der
Unfallstelle kamen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Sohnes auf. Der Ort schien
zu unwahrscheinlich für einen Absturz, und bald fanden sich Indizien, die auf
ein Gewaltverbrechen schließen ließen. Da Vater und Sohn alleine waren, kam nur
Philipp als Täter in Frage. Er wurde verhaftet: Anklage Vatermord. Was wirklich
geschehen ist, weiß man bis heute nicht mit Gewissheit, doch Martin Pollack
versucht, die Spuren des authentischen Kriminalfalles, der sich in dem politisch
aufgeladenen Klima der Zwischenkriegszeit zu einer internationalen Affäre
entwickelte, so weit wie möglich aufzuklären.
Martin Pollack, 1944 in Bad
Hall, Oberösterreich, geboren, studierte Slawistik und osteuropäische
Geschichte. Bis 1998 war er Redakteur beim "Spiegel". Seither ist er freier
Autor und Übersetzer und lebt in Wien und Stegersbach.
|
Bemerkungen: |
Diesem Hörspiel liegt ja nicht nur ein realer Fall zu Grunde, sondern der
Betroffene hat zudem ja noch einen gewissen Bekanntheitsgrad, was die Sache per
se schon mal einen ganze Ecke interessanter macht.
Dennoch versucht
Martin Pollack hier nicht den Stoff sensationslüstern aufzuarbeiten, sondern
schildert nüchtern die Fakten, so dass das Ganze mehr ein Feature mit
Hörspielelementen darstellt.
Interessant ist es zudem. Nicht nur der
Fall, sondern insbesondere die Rahmenbedingungen die im Prozess eine Rolle
spielten, zeigen eindrucksvoll, dass hier die Zeit, in der der Fall liegt, eine
nicht unerhebliche Rolle für den Ausgang des Verfahrens spielt.
Das
Hörspiel ist als Dokument der Ereignisse sehr hörenswert. |
|