12 Uhr Majakowski-Platz
  Autor: Sergej Ustinow
  Produktion: SDR 1992
Regie: Uwe Scharek
  Länge: 54 Min.

Mitwirkende:

Wolfgang Condrus, Martin Benrath, Edwin Noël, Walter Renneisen, Astrid Jacob, Kathrin Flick, Eberhard Feik, Jasmin Tabatabai u.a.


Inhalt:

Igor, Frauenliebhaber, Journalist und nie zu Hause, kommt der Ermordung seines ehemaligen Lehrers Krüger auf die Spur. Sie führt zu dem Schüler Sascha Latinin, der seit einigen Tagen spurlos verschwunden ist und in dunkle Geschäfte verstrickt zu sein scheint.

Igor, in einem Brief von Krüger beauftragt, Sascha zu suchen, bekommt einen Tipp: Um 12 Uhr am Majakowski-Platz soll sich Sascha mit zwei kleinen Gaunern treffen. Doch offenbar hat Sascha Moskau längst verlassen.

Die Lage scheint aussichtslos. Igor, der hartnäckig und eigenmächtig weiterrecherchiert, sieht sich plötzlich einem gut organisierten Antiquitätendiebstahl gegenüber.

Sergej Ustinow, Jahrgang 1953, ist russischer Journalist und Krimi-Autor.


Bemerkungen:

Sergej Ustinow erzählt hier einen Krimi, der außer, dass er in Russland spielt und einige landestypische Eigenheiten in den Details aufweist, kaum Originelles zu erzählen weiß. Der Fall ist ein wenig unspektakulär und auch die Erzählweise erinnert an eine recht typische Thrillergeschichte.

Auch das Interesse an der Exotik der Geschichte hält nicht lange an. Die russische Folie ist zu dünn, zu plakativ, um hier der einfachen Geschichte ein wenig auf die Füße zu helfen.

Interessanter ist dabei schon die sehr exquisite Sprecherliste. Da tummeln sich viele Sprecher, deren Leistungen, den großen Namen auch gerecht werden. Leider verblasst dieser Aspekt aber zwischen fader Geschichte und fader Umsetzung ein wenig.


Schade, von einem Krimi aus dem Russland der Wendezeit hätte ich mir deutlich mehr versprochen, als diese - eher schnöde - Krimikost. Das ist zuwenig, um eine Empfehlung aussprechen zu können.
 
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