Abendstunde im Spätherbst
von Friedrich Dürrenmatt

Regie: Kurt Bürgin
DRS 1958
44 Min.

enthalten auf:



Mit: Walter Roderer (Fürchtegott Hofer), Carl Kuhlmann (Maximilian Friedrich Korbes), Herbert Dardel (Sekretär von Korbes), Alfons Hoffmann (Hoteldirektor), Nuri Neva (Junge Dame), Regula Briner (Filmdiva aus Amerika)


Herr Korbes empfängt, nein, Herr Hofer drängt sich eher auf...
Er steht plötzlich im Arbeitszimmer des berühmten Schriftstellers und Nobelpreisträgers Korbes und erzählt ihm, wie er durch jahrelange akribische Recherchearbeit hinter das Geheimnis des Erfolges seines Gegenübers gekommen ist. Diese Arbeit hat seine Mittel aufgebraucht und nun setzt Hofer auf das Geld Korbes', doch der zeigt sich merkwürdig unbeeindruckt von Hofers Recherchen..


Bemerkungen:

Von den nunmehr vier Hörspielumsetzungen von "Abendstunde im Spätherbst" hat mir diese hier am Besten gefallen. Regisseur Kurt Bürgin bringt seine Inszenierung soweit, dass sie den hintergründigen Witz dieser Geschichte, sehr unterhaltsam nach außen stellt, ohne die Geschichte als bloße Kommödie darzustellen. Die leichte und lockere Art, wie hier insbesondere der junge Walter Roderer und Carl Kuhlmann miteinander agieren, lässt das Spiel sehr kurzweilig wirken.

Das Stück ist ein gelungenes Krimi-Kammerspiel mit den dafür interessanten Wendungen und überraschenden Entwicklungen. Der Kampf Hofer gegen Korbes ist auch deshalb interessant, weil Dürrenmatt das Stück durch die Einleitung von Korbes als Ich-Erzähler auf die Metaebene hebt.

An "Abendstunde im Spätherbst" kommt der Krimifan ohnehin nicht vorbei. Diese DRS-Fassung bietet die meines Erachtens die unterhaltsamste Alternative, sich dem Stoff zu nähern.

Meine Wertung: + + + +

 
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