| Abschied vom Fluss von Caren Pfeil Nach der gleichnamigen Novelle von Klaus Funke Regie: Walter Niklaus mdr 2010 ca. 70 Min. Mitwirkende: Clara Schumann: Dagmar Manzel Friedrich Wieck: Rolf Hoppe ![]() Der Doktor: Peter Sodann Robert Schumann: Matthias Brandt Johannes Brahms: Christian Friedel Ernestine: Anita Vulesica Kutscher: Uwe Steimle Dienstmann: Siefried Worch Claras Mutter: Conny Wolter Jud Schlohmiel: Dieter Jaßlauk ![]() Fährmann, gewaltige Stimme: Walter Niklaus Hermann Lindner: Alexander Weber Grete: Jolande Blech Felix: Claus Hahn Mutter: Conny Wolter Clara als Kind: Mathilda Lou Mathesius Mann: Klaus Funke ältere Frau: Cornelia Hudl Klavier: Cornelia Osterwald Violine: Sebatian Hesse ![]() v. l. n. r.: Rolf Hoppe als Friedrich Wieck, Dagmar Manzel als Clara Schumann und Peter Sodann als Der Doktor ![]() Dagmar Manzel als Clara Schumann und Cornelia Osterwald am Klavier Bilder: MDR/Marco Prosch Anfang Oktober 1873 kommt die in Deutschland und Europa gefeierte Pianistin Clara Schumann aus Berlin nach Loschwitz bei Dresden. Ihr Vater und Lehrer Friedrich Wieck, hoch in den Achtzigern, liegt im Sterben, und sie will ihre Tochterpflicht erfüllen und die letzten Stunden an seiner Seite sein. Das Wunderkind von einst, das noch vor Goethe aufgetreten ist, ist inzwischen vierundfünfzig, Mutter von acht Kindern, und Robert Schumanns Krankenjahre in der Heil- und Pflegeanstalt von Endenich liegen fast zwei Jahrzehnte zurück. Doch jetzt, während der geliebte und gehasste „Übervater“ ihrer Kindheit und Jugend zwischen Schlaf und Wachen, Traum und Wirklichkeit seinem Ende entgegendämmert und noch einmal die „Kreisleriana“ vorgespielt bekommen will, bricht in ihr selbst alles wieder auf und zieht sie in längst vergangenen Zeiten hinein. Der frühe Ruhm, das Liebes- und Familienglück mit Robert, das Zerwürfnis mit dem Vater, gegen den sie die Hochzeit gerichtlich durchsetzen mussten, Erfolge und Misserfolge, Roberts körperlicher und seelischer Verfall - die Tage an der Elbe füllen sich mit verschwimmenden Gedanken, einer Lebensbilanz in Erinnerungssplittern und Selbstgesprächen. Klaus Funke, geboren am 17. Februar 1947 in Dresden, wo er heute noch lebt. Von seinen Büchern haben ihn besonders seine Musiker-Novellen und -Romane (u.a. über Johannes Brahms, Hans von Bülow, Niccolo Paganini und Sergej Rachmaninow) bekannt gemacht. Veröffentlichungen: „Der grosse Verdruss“ (2003), „Kammermusik“ (2004), „Am Ende war alles Musik“ (2005), „Der Teufel in Dresden“ (2006), „Der Abschied oder Parzifals Ende“ (2007), „Zeit für Unsterblichkeit“ (2008), „Kleinolberndorf“ (2008). Caren Pfeil lebt als Autorin, Dramaturgin und Theaterkritikerin in Dresden. |
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