Absturz
von Stephan Pörtner

Musik: Martin Bezzola
Dramaturgie und Regie: Reto Ott
DRS 2010
50 Min.


Mit Peter Fischli (Heiner Gemperle), Peter Hottinger (Andreas Flückiger), Fabienne Hadorn (Gabi Meierhans), Raphael Clamer (Joel Plüss), Michael Wolf (Aargauer Kantonspolizist 1), Philippe Nauer (Aargauer Kantonspolizist 2, Moderator), Sebastian Krähenbühl (Zürcher Stadtpolizist 1), Peter Niklaus Steiner (Zürcher Stadtpolizist 2), Franziska Schläpfer (Polizistin), Martin Hug (Polizist, Speaker), Julia Glaus (TV-Moderatorin), Thomas Müller (Barmann, Reporter), Samuel Eschmann (Freund 1, Journalist), Jonas Rüegg (Freund 2, Journalist), Ferruccio Cainero (Sportlicher Leiter), Mario Strebel (Flückiger als 13jähriger)
In weiteren Rollen: Rosanna Grüter, Anic Lautenschlager, Alexandra Baur, Elisabeth Stäheli, Sabine Graf, Michael Luisier, Meret Boxler, Martina Schnyder, Sophie Gut, Christina Lang, Susanne Sturzenegger, Margret Nonhoff, Stephan Pörtner


Die Schweiz braucht Helden. Der Sport liefert Helden. Einer von ihnen ist Andreas Flückiger, ein junger Radprofi aus Zürich-Schwamendingen. Er feiert märchenhafte Erfolge und die Massen lieben ihn.

Doch dann folgt der Absturz. Und eine neue Karriere: in der schicken Zürcher Drogen-Szene.


Bemerkungen:

Stephan Pörtner zeichnet hier eine Geschichte, die in vielen Punkten doch sehr vertraut wikt. Der hochgefeierte Held stürzt und fällt ins gesellschaftlich Bodenlose. Der Autor setzt hier als Protagonisten einen Radprofi, was natürlich deutliche Parallelen zu tatsächlichen Personen nahelegt, zumindest, was den Weg bis zum Absturz angeht.  Aber das Muster ist durchaus allgemeiner gültig. Der weitere Weg des ehemaligen Sportlers Flückinger in die Kriminalität wirkt dann auf den ersten Blick etwas überzeichnet, funktioniert aber aufgrund der Geschichte gut, da es die Zwänge aufzeigt, unter denen sich solche Entwicklungen ergeben können.

Das Stück ist in Schweizer Mundart produziert, was der Produktion Bodenständigkeit verleiht, sie aber auch außerhalb des eigentlichen Sendebereichs des DRS hier und da schwer verständlich macht. Wer mit dieser Sprache nur wenige Problem wird mit einer interessanten Geschichte, soliden Umsetzung und guten schauspielerischen Leistungen belohnt.


Meine Wertung: + + +

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