| Abwärtsbunker |
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Autor: |
half past selber schuld |
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Produktion: |
WDR 2009 |
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Realisation: |
half past selber schuld |
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Länge: |
51 Min. |
Mitwirkende: |
Lars Rudolf, Daniel Berger, Lars Krückeberg, Achim Hagemann, Josef Götz, Martin Haberbosch u. a.
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Inhalt: |
Ohne Angabe von
Gründen wird Ex-Superheld Dunkelziffer eines Tages verhaftet und
gerät in die Mühlen des eigenen Gesetzes. Durfte er eben noch
im rechtsfreien „Folterkomplex“ seine Superkräfte nach
Herzenslust an Schwächeren testen, muss er jetzt selbst in den
„Abwärtsbunker“: Hier wird jeder Gefangene
täglich ein Stockwerk tiefer verlegt. Zusammen mit dem stets
deprimierten K. und dem Sprücheklopfer Karl Klebebart geht es
für Dunkelziffer immer weiter abwärts. Die letzte Hoffnung
der drei Leidensgenossen ist die 57. Etage, wo es einer Legende zufolge
einen angefangenen Fluchttunnel geben soll …
Aber ob etwas dran ist an dieser Legende und ob es zu einer Flucht
kommt, und warum jemand, der aus Spaß eingesperrt wurde, kein
bisschen sauer ist, sowie alles Wissenswerte über den
großartigen Folterer und Innenminister Schmidt wird dieser
Hörcomic nahezu lückenlos mit schräger Musik und in
fesselnder Gefängnisatmosphäre veranschaulichen. Eine
düstere Satire in einem brutalen Kafka-Universum. „Keiner
kommt hier jemals wieder raus. Nicht einmal tot. Wer tot ist, hilft in
der Küche mit ...“
Das Künstlerduo „half past selber schuld“ besteht aus
der israelischen Musikerin und Komponistin Ilanit Magarshak-Riegg,
geboren 1972 in Leningrad, und dem deutschen Comiczeichner und Poeten
Frank Römmele alias Sir ladybug beetle, geboren 1968 in Heilbronn.
Für den WDR realisierten sie zuletzt das Hörspiel
„Barfuß durch Hiroshima“ nach dem Comic von Keiji
Nakazawa. |
Bemerkungen:
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Dass man beim Duo "half past selber schuld" keine
bierernste und vor allem gängige Geschichte erwarten darf, sollte
bekannt sein, bevor man sich dem Stück "Abwärtsbunker"
stellt. Die Geschichte wird als Hörcomic propagiert, was schon
recht gut beschreibt, was den Hörer hier erwartet. Die Produktion
erinnert sowohl an Buttgereits "Captain Berlin vs. Dracula", als auch
an Eugen Egners "Olga la fong", wobei es für die Klasse dieser
beiden Stücke letztlich nicht reicht.
Wer diesen eher skurrilen Stil mag, der ist hier aber sicherlich
richtig aufgehoben und wird mit einer schwachen Radiostündchen
guter abstruser Unterhaltung und einer bitterbösen Geschichte
belohnt.
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