| Aeneis |
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Autor: |
Vergil |
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Produktion: |
SWF 1982, DAV 2008 |
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Regie: |
Thomas Köhler |
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Bearbeitung: |
Werner Boder |
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Länge: |
201 Min. |
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Mitwirkende: |
Joachim Nottke, Paul-Edwin Roth, Manfred Georg Herrmann, Gerhard Keller,
Marie-Luise Etzel, Olaf Bison, Sibylle Nicolai, Gisela Uhlen, Hellmut Wildt,
Heinz Schimmelpfennig, Horst Beilke, Ursula Langrock, Christine Davis, Patricia
Harrison, Rolf Dienewald, Andreas Szerda, Werner Handrick, Margarethe Salbach,
Tobias Lelle, Wolfgang Breitenstein, Siegfried Meisner, Werner Simon, Berth
Wesselmann, Ulrike Ullrich, Annette Roland, Willi Schneider, Elle Xenakis, Hans
Goguel, Alfred Querbach, Monika Kroll, Horst Köhnke, Jochen Bartels, Ute
Verhoolen, Jörgen Andreas, Egon Lux, Ulrich Tesche, Wolfgang Reinsch, Heidi
Vogel, Robert Reathke, Horst Beilke |
Inhalt: |
Troja steht in Flammen und ist unrettbar verloren. Nun soll der Trojaner Aeneas,
von Jupiter beauftragt, in der Ferne die Stadt Rom gründen. Doch die
Göttermutter Juno zürnt Aeneas und seinen Gefährten. Unzählige Prüfungen müssen
die Trojaner bestehen, hungrige Zyklopen überlisten und gegen die Heere Latiums
kämpfen, bevor sie am Tiber eine neue Heimat finden. |
Bemerkungen: |
Ein ungewöhnliches Hörspiel, das der SWR bzw. der DAV vorlegt. Der römische -
bzw. gern auch der europäische - Gründungsmythos um Aeneas, der nach dem
Untergang Trojas eine neue Heimat sucht, ist heute nicht mehr das ganz große
Thema und steht hinter anderen klassischen Stoffen schon deutlich
zurück.
Was schade ist, denn die Geschichte an sich ist interessant und
kann diesbezüglich mit anderen Heldensagen durchaus mithalten. Auch die Art, wie
hier erzählt wird, ist beachtenswert. Wer eine trockene klassische Radiofassung
erwartet, wird angenehm überrascht sein, mit welcher Leichtigkeit das Team um
Thomas Köhler die Handlung transportieren. Zwar lässt man die klassischen
Strukturen unangetastet, man schafft aber dennoch mit einer leichten Sprache
eine bessere Hörbarkeit.
Auch eingestreute, auf den ersten Blick
vielleicht befremdliche Mittel, schaffen eine unterhaltsame Atmosphäre. Hier sei
als eindringlichstes Beispiel der Einsatz eines Kommentators bei den Wettkämpfen
angeführt.
Bei den Sprechern tummeln sich gestandene Schauspieler, die
keinerlei Probleme haben, den Text angemessen an den Hörer zu bringen. Mit der
nötigen Klasse wird hier der der Stoff zwar leicht, aber nicht billig,
transportiert und so ergibt sich ein sehr gutes und angenehm hörbares Bild der
Geschichte.
Die Untermalung beschränkt sich auf die Ausgestaltung des
Hintergrundes. Dabei sind Details unwichtig, viel mehr steht im Fokus, dass der
jeweilige Handlungsort lokalisiert werden kann. Das genügt diesem Stoff zwar
vollkommen, das Ohr leidet allerdings, wenn die Kulisse im Dauerloop läuft und
sich markante Geräusche ständig zu hören sind.
Die "Aeneis" ist ein
klassisches Abenteuerhörspiel im besten Wortsinne. Man schafft hier einen guten
Spagat zwischen einer würdigen Vermittlung des Stoffes und einer spannenden und
unterhaltsamen Darstellung der Geschichte. Etwas mehr Herzblut hätte ich mir
beim Sound gewünscht, dann wäre auch die Höchstwertung drin gewesen. |
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