Fritz Mikesch

Ängstliche Herzen im Leibe der Hunde

„Man hat es ja gewusst“, schreibt Fritz Mikesch über sein Hörstück, „aber wie schwer ist das, wenn man für immer Abschied nimmt! Kann man es so darstellen, wie es sich zugetragen hat? Ohne daraus ein aquarelliertes Blumenstück zu machen, aus dem die Schleier heraushängen wie ein Wolkenbruch? Kann man schildern, was alles durch den traurigen Kopf geht, und wie der Sohn den Tod der Mutter nicht verwinden kann? Mitten auf der Straße: der Verkehr braust, das Blut schreit. Ein Tag wie jeder andere, Gebirge, Dohlenschreie und schlanke Schritte. Die Angst im Hirn und Auferstehung aus dem Nichts. Der Mutterstern, das Kind und tausend Jahre Stille. Liebe in Kübeln, tropfenweise rückerstattet. Irgendwo geschwiegene Musik. Dann weiter, Fuß vor Fuß. Vergessen, was der Mensch nicht wissen kann.“

Mit Grete Wurm, Michael Thomas, Florian Beba, Donata Höffer, Michael Habeck, Hans Schulze, Doris Schade

Fritz Mikesch, geb. 1939 in Ingolstadt, österreichischer Maler und Autor. Hörspiele u.a. Nachrichten aus der Anstalt (SFB 1982), Gestorben - Film und Farce, ein Dreh auf Band


Regie: Hans Gerd Krogmann
BR/NDR 1987,
76 Min.



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