Alice im Wunderland

nach Lewis Carroll
Musik, Text und Regie: 
Henrik Albrecht
NDR 2010
54 Min.




NDR Radiophilharmonie
Dirigent:
Andreas Hempel

Ulrich Noethen als Erzähler

Bild: WDR/SWR/NDR/Michael Pluemer
Laura Maire als Alice;
Bild: WDR/SWR/NDR/Michael Pluemer

Bild: SWR/NDR/Michael Pluemer
Stefan Kaminksi als "Das Wunderland"; Bild: SWR/NDR/Michael Pluemer


Nach dem großen Erfolg des Orchesterhörspiels "Peter Pan" gibt es jetzt ein neues Projekt mit der NDR Radiophilharmonie. Diesmal ist es eine Bearbeitung des berühmten Stoffes "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll.

Und es ist wirklich ein Wunderland, in das die kleine Alice durch einen Sturz in ein Kaninchenloch gerät. Geräuschvoll präsentiert sich ein bunter Reigen fantastischer Gestalten: Das weiße Kaninchen, der Märzhase, die Schlafmaus, der Hutmacher und natürlich die Raupe mit der Wasserpfeife. Es wird gegurrt, geknurrt, gegrunzt und gesungen. Man spielt Croquet mit Flamingoschlägern und tanzt die Hummerquadrille ohne Hummer.


Bemerkungen:

Die Geschichte von Alice im Wunderland ist ein sehr beliebtes Hörspielthema und wurde von Komponist Henrik Albrecht zudem nun auch für seine Reihe von Orchesterhörspielen entdeckt. Das Thema passt perfekt, da es Albrecht gelingt das Wunderland wunderbar akustisch umzusetzen. Er erschafft eine ausdrucksstarke Landschaft und nimmt nebenbei auch noch das Tempo und die Aktionen der Handlung auf.

Das Stück lebt auch von den sehr guten Sprechern. Aboniert auf diese Reihe ist Laura Maire, die auch hier wieder eine fabelhafte Leistung abliefert; Dass sie auch stimmlich das Alter der Protagonistin etwas überschritten hat, ist ob ihrem charmanten Spiel eine absolut unwichtige Nebensache. Alle Figuren des Wunderlandes spricht der Stimmenmorpher Stefan Kaminski - eine perfekte Besetzung, denn er hat einfach das seltene Talent, allen Figuren einen vollkommen eigene Charakterfarbe zu verleihen. Zusätzlich gibt es als I-Tüpfelchen noch den großartigen Ulrich Noethen als Erzähler.

Das einzige Manko ist die kurze Spielzeit - gerade mal 54 Minuten gönnt man der Geschichte, dabei hätte man hier noch stundenlang weiterhören können. Das Hörspiel hat mich, obwohl ich die Vorlage nicht wirklich mag, exzellent unterhalten.

Neben der Studioproduktion gibt es auch eine Live-Fassung, die im April 2011 im NDR-Landesfunkhaus Hannover entstand. 

Meine Wertung: + + + + +
 
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