Als wäre ich ein Klavier
Joseph Haydn – Musiker am Fürstenhof
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Autor: |
Melanie Bächer |
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Produktion: |
SWR 2009 |
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Regie: |
Michael Utz |
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Länge: |
54 Min. |
Mitwirkende: |
Joseph Haydn: Hans Piesbergen
Fürst Esterházy I & II: Jens Winterstein
Nannette: Lisa Wildmann
Herr Timpano, Paukist: Martin Leutgeb

Hans Piesbergern, Jens Winterstein; Bild: SWR/Alexander Kluge
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Inhalt: |
Als "Hausoffizier" (mit Uniform!) war der
Komponist Joseph Haydn am Fürstenhof derer zu Esterházy angestellt –
musste komponieren und musizieren, für Festtage, Feierlichkeiten und
wann immer der Fürst eine Oper, eine Sinfonie oder Messe, ein Oratorium
oder Kammermusik haben wollte. Dieser unersättliche Fürst – so kam es
Joseph Haydn vor – dachte wohl, der Komponist wäre ein Klavier: Man
muss nur draufdrücken, schon kommt Musik heraus. Aber auch von sich
selbst sagte der Musiker: "Die Fantasie spielt mich, als wäre ich ein
Klavier."
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Bemerkungen:
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Melanie Bächer zeichnet hier eine nicht
unerhebliche Episode aus dem Leben Joseph Haydns nach. In dieser realen
Geschichte werden die skurrilen Ereignisse am Hofe Esterházys
besonders beleuchtet, was dem Unterhaltungswert recht gut tut. Dennoch
driftet dies nie in alberne Blödeleien ab. Im Gegenteil: Die
Geschichte transportiert auf diese Art den wissenswerten und
ernstgemeinten Inhalt sehr anschaulich.
Auch die Umsetzung weiß zu gefallen. Es gelingt hier die Musik
Haydns gut mit dieser Geschichte zu verbinden und auch die Stimmungen
der Handlung entsprechend anzupassen. Auch die Sprecher
überzeugen, obwohl (oder vielleicht auch gerade deshalb) man nicht
auf große und bekannte Sprechernamen setzt. Hans Piesbergen und
Martin Leutgeb hört man zwar schon mal in einem Hörspiel,
Jens Winterstein und Lisa Wildmann sind in diesem Genre eher seltene
Gäste. Dennoch stimmen die Leistungen und geben keinen Grund zur
Klage.
"Als wär ich ein Klavier" ist ein sehr interessantes
Hörspiel, dass einen Ausschnitt des Lebens Joseph Haydns gut und
vor allem unterhaltsam beleuchtet. Ein Hörspiel, das insofern
nicht nur die anvisierte Zielgruppe anspricht, sondern bei dem
auch ältere Ohren gerne einschalten dürfen.
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