| Amanda im Schrank Kinderhörspiel von Franz Zauleck Musik: Lars Rudolph Regie: Wolfgang Rindfleisch SWR 2010 47 Min. Amanda: Kathrin Angerer Kaninchen: Ueli Jäggi Fahrrad: Ernst Konarek Toggel: Hubertus Gertzen Or: Lars Rudolph Mama: Stephanie Schönfeld sowie Jörg Adae und Gottfried Breitfuss ![]() V.li.n.re.: Wolfgang Rindfleisch, Lars Rudolph, Jörg Adae, Kathrin Angerer, Stephanie Schönfeld; Bild: SWR/Monika Maier Amanda ist elf Jahre alt und geht in die fünfte Klasse. Aber das ist uninteressant, sagt sie. Viel interessanter ist die Frage, was das grüne Kaninchen will, das vor der Wohnungstür sitzt und unbedingt hereingelassen werden möchte. Ihm fehlt ein Ohr, und das ist einfach davongelaufen. Vermutlich, meint der Einohr-Hase, hat es sich in dem uralten Kleiderschrank in Amandas Zimmer versteckt. Schnell springt Amanda hinterher. Doch als ihre Taschenlampe den Geist aufgibt, steht sie plötzlich im Dunkeln. Einsam ist sie hier nicht! Im Schrank wimmelt es nur so vor seltsamen Gestalten. Da hört Amanda plötzlich ein merkwürdiges Echo. Ist es vielleicht wieder das Kaninchen? Kennt es vielleicht den Weg nach draußen? Und wo steckt überhaupt das fehlende Kaninchenohr? Bemerkungen: Fritz Zauleck wandelt hier auf den Pfaden von "Alice im Wunderland". Hier heißt "Alice" allerdings "Amanda" und der Spiegel ist ein Schrank. Aber es gibt dann auch eine Geschichte mit Phantasiewesen, die sich hier die Klinke in die Hand geben. Die Ausgangslage ist zumindest nicht schlecht, das, was dabei herauskommt, ist allerdings - gelinde gesagt - gewöhnungsbedürftig. Hier gibt es einen wenig strukturierten Mischmasch in einer künstlerisch wertvoll klingenden Kulisse. Die Inszenierung passt zwar gut zum Inhalt, hilft aber kaum, die Geschichte hörenswerter zu machen. Die Besetzung ist von der Papierform nicht zu beanstanden, allerdings klingt Kathrin Angerer hier beileibe nicht so, dass man ihr eine 11jährige abnehmen würde. Das liegt allerdings zu einem Großteil am Text, der diese Figur nicht wirklich authentisch wirken lässt. Auch wenn die eingespielte Kombination Zauleck/Rindfleisch in sich stimmig produziert, mich kann das Gehörte erneut nicht überzeugen. Auch die familieneigenen Testhörer in der Zielgruppe konnte man mit dieser Produktion nicht annähernd begeistern. Meine Wertung: - - |
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