| Ambassador Von Dirk Schmidt Regie: Jörg Schlüter WDR 2009 ca. 54 Min. ![]() Mit: Sanders: Maximilian Hilbrand Katrin Bärmann: Eva Spott Koneffke: Martin Bross Francois Dardenne: Hendrik Stickan Bungert: Hannes Hellmann Michaela Breit, Markus Scheumann u. a. ![]() Maximilian Hilbrand, Eva Spott und Martin Bross © WDR/S.Anneck Aus Antwerpen, einem internationalen Zentrum für Diamantenhandel, werden verstärkt Überfälle gemeldet. Da die jüdischen Händler die Abwanderung nach London erwägen, ist Diplomatie gefragt. Nicht ganz das Richtige für den pragmatischen Beamten Sanders und seinen eher tollpatschigen Kollegen Konneffke. Das BKA hat aus Paris einen Tipp von besonderer Brisanz bekommen: Ein Kurier ist mit gestohlenen Steinen von Antwerpen nach Moskau unterwegs. Der Plan: Man muss diesem „Ambassador“ die Ware möglichst unauffällig abnehmen und selbst den Kurier spielen, um an die Hintermänner zu kommen. Sanders ahnt nicht, was diese Aufgabe für ihn bedeutet. Dirk Schmidt, geboren 1964 in Essen, studierte Geschichte, Germanistik und Filmwissenschaft in Bochum. Er arbeitet als Lektor, Drehbuchautor und Werber. |
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| Bemerkungen: | Dirk
Schmidts Krimihörspiele sind immer ein Ohr wert, und "Ambassador"
reiht sich nahtlos in diese Reihe ein. Auch hier gibt es wieder einen
sehr spannenden, sehr actionreichen, aber dennoch glaubwürdigen
Plot zu hören, der diesmal von Jörg Schlüter erstklassig
in Szene gesetzt wurde. Ohne lange Vorreden steigt man hier in den Fal ein und legt auch gleich ein gehöriges Tempo vor. Von diesem geht man auch bis zum Ende nicht wieder herunter, so dass die ohnehin kurze Spielzeit wie im Fluge vergeht. Neben dem spannenden Plot, lebt die Geschichte insbesondere von den Disputen zwischen den einzelnen Ebenen der Polizeihierachie, die natürlich auch dafür sorgen, dass es hier zu interessanten Wendungen und Schwierigkeiten kommt. Sehr gut sind hier die glaubhaften und gefälligen Dialoge, die ein (im wahrsten Sinne des Wortes) ausdrucksstarkes Spiel ermöglichen. Das nehmen die Sprecher dankbar an und revanchieren sich mit entsprechend guten Leistungen. Obwohl die meisten Sprecher auf recht viele Hörspieleinsätze kommen, sind ihre Stimmen nicht festgelegt und ermöglichen so ein weitestgehend klischeefreies Spiel. Unterstützt wird die Geschichte aber auch durch eine recht starke Soundkulisse. Nahezu alle Szenen sind mit passender Musik oder Sounds unterlegt, Szenenwechsel werden meist nur durch ein kurzes akustisches Signal angekündigt. Auch das sorgt für das hohe Tempo der Geschichte. Wenn man hier überhaupt etwas kritisieren möchte, dann wäre es vielleicht der Punkt, dass es sich hier "nur" um einen einfachen Krimi handelt, der kaum hintersinnig oder sonderlich nachhaltig wäre (wie z. B. der moralische Aspekt in Dirk Schmidts "Keine Chance für Bach"). Dennoch, wer eine Dreiviertelstunde kriminalhörspieltechnisches Vollgas erleben möchte, der ist hier richtig. Daher reicht es - wenn auch knapp - zur Höchstwertung. |
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| Meine
Wertung: + + + + +
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