An einem großen stillen See
  Autor: Jutta Richter
  Produktion: SWR 2009
Regie: Iris Drögekamp
Musik: Toni Burger
  Länge: 40  Min.

Mitwirkende:

Erzählerin: Sascha Icks
Das Kind: Lea Kübler
Der Mann: Sebastian Schwab

Inhalt:

Was tut man, wenn man nicht schlafen kann und das Schafezählen nicht hilft? Man erfindet Geschichten. Noch besser: man denkt sich Gedichte aus. Und am allerbesten: man begegnet jemandem, der ebenfalls nicht schlafen kann und man beginnt, einander gegenseitig von den Engeln zu erzählen.
Vom Brennnessel-Engel zum Beispiel, oder dem Engel der Langsamkeit, vom Mitternachtsengel, dem Möwenengel und dem Nein-Engel. Irgendwann kommt dann der Schlaf. Und mit ihm die Träume.
Ob die Engel sie gebracht haben?

Bemerkungen:

Ein sehr lyrisches Hörspiel, das Jutta Richter hier erzählt. Es wirkt zunächst etwas spröde, da es - gerade für ein Kinderhörspiel - sehr ungewöhnlich erzählt wird. Aber nach einer kurzen Einhörphase funktioniert die Geschichte - trotz, aber vielleicht auch gerade wegen der vielen gereimten und gerne auch mehrfach wiederholten Episoden innerhalb des Geschichtenrahmens.

Die Darstellung bedient sich eher dem Stilmittel der inszenierten Lesung, denn des Hörspiels. Sascha Icks ist als Erzählerin omnipräsent und agiert teilweise sogar im Duett mit den anderen Sprechern (die in dieser Form auch untereinander agieren).

Stets unterlegt wird die Erzählung mit Musikpassagen von Toni Burger, die die ruhige Atmosphäre sehr gut unterstreichen und transportieren.

Eine ungewöhnliche Geschichte, die vielleicht nicht auf Anhieb ins Ohr geht und die vielleicht auch nicht wirklich in jeder Situation hörbar ist. In ruhigen oder gar traurige Momente funktioniert diese Produktion sicher gut.
   
Meine Wertung: + +
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