| Angst hat keine Augen
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Autor: |
Roswitha Quadflieg |
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Produktion: |
SWR 2009 |
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Regie: |
Ulrich Lampen |
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Länge: |
36 Min. |
Mitwirkende: |
Dora: Brigitte Hobmeier
Prof. Caspar: Vadim Glowna
Frau Blom: Donata Höffer
Herr Albrecht: Christian Redl
Raffael: Joel Hernandez
sowie Andreas Herder und Martin Rutenberg
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Inhalt: |
Ein Fahrstuhl bleibt stecken. Fünf Menschen unterschiedlichster
Herkunft sind in ihm gefangen – zwei Männer, zwei Frauen,
ein Kind. Als die Befreiung der Eingesperrten auf sich warten
lässt, sind sie gezwungen, sich miteinander zu arrangieren.
Langsam beginnt die Patina der Höflichkeit zu bröckeln, bis
sich die Ereignisse plötzlich überschlagen. Ein subtiler
Albtraum setzt ein, in dem die wahre Hölle die anderen Menschen
sind. Ein Jahr später treffen zwei der ehemaligen
Fahrstuhlinsassen, der pedantische Philosophie-Professor Caspar und die
tiefsinnig-derbe Dora, in einem Café wieder aufeinander.
Professor Caspar ist immer noch verfolgt von den Geschehnissen und
drängt auf ein Gespräch – doch der Albtraum ist noch
nicht vorbei.
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Bemerkungen:
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Nach der Inhaltsangabe könnte man meinen, hier bekäme man es mit einer Art "Mitschnitt - Der Aufzug"
zu tun. Vergleichbar ist allerdings nur die Grundidee. Setzt man bei
dem einen darauf, dass eine authentisch wirkenden Geschichte
hörbar wird, setzt Autorin Roswitha Quadflieg hier andere Akzente.
Sie überzieht die Geschichte mit einigen unglaubwürdigen
Facetten und hebt damit diese aus dem Realen heraus, und setzt sie auf
eine eher psychologische Ebene. Hierbei verlässt auch die gesamte
Produktion den Boden der Vorstellbarkkeit. Die Figuren agieren
allesamt sehr seltsam und für den Hörer nicht
wirklich nachvollziehbar - Das ist auch mit ihrer besonderen
Situation nicht wirklich erklärbar.
Einzig die Figuren des Professor Caspar und Frau Blom wirken, da sie
oft nur reagieren, halbwegs glaubhaft. Insofern haben Donata
Höffer und Vadim Glowna noch die besten Karte gezogen. Dora
(Brigitte Hobmeier) ist als treibende Kraft oft zu überzogen,
Raffael (Joel Hernandez) und Herr Albrecht (Christian Redl) dienen
meist nur als Stichwortgeber. Insbesondere Letzterer taucht zudem gegen
Ende des Hörspiels fast komplett ab - eine der Seltsamkeiten
dieser Geschichte.
Auch wenn die Zielsetzung der Autorin in eine andere Richtung geht, als
bloß mit einer spannenden Geschichte zu unterhalten - wenn es nur
um die philosphische Fragestellung dreht, braucht man den Grundplot
sicherlich nicht in diesem Umfang zu bemühen. Tut man es doch,
sollte man dann aber auch konsequenterweise das Grundthema entsprechend
bedienen.
Die Grundidee ist aller Ehren wert und lässt für diese
Produktion viel erwarten. Letztlich entwickelt sich das Hörspiel
aber in eine sehr merkwürdige Richtung, die nach 36 Minuten den
Hörer relativ ratlos zurücklässt.
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