Schwarze Trilogie 3: Angst im Bauch
  Autor: Léo Malet
  Produktion: SWR 2002
  Regie: Leonhard Koppelmann
  Musik: Henrik Albrecht
  Länge: 55 Min.
enthalten auf:

Mitwirkende:

Paul/Erzähler: Sebastian Blomberg
Jeanne: Anna Thalbach
Robert: Rainer Basedow
Caid: Reiner Schöne
Fredo: Bernd Gnann
Pascal: Achim Conrad
Gast/Brillenträger: Berth Wesselmann

Inhalt:

In diesem letzten Band der "Schwarzen Trilogie" dreht sich alles um den kleinen Trickdieb Paulot, der sich auf Drängen seiner Geliebten einer Bande anschließt, die auf härtere Dinger spezialisiert ist. Als seine Freundin ihn verlässt, stürzt Paulot in schreckliche Alpträume. Er begeht einen Mord, flüchtet durch halb Frankreich und stellt sich nach einer weiteren verzweifelten Bluttat freiwillig.
Im minutiösen Ausleuchten der Verliererstraße, auf der dieser vom Leben betrogene Betrüger herumirrt, macht Malet auch diesmal keine Kompromisse. Unerbittlich reduziert er Paulots Geschichte auf einen Fluchtweg, der immer schmaler wird und den vor lauter "Angst im Bauch" schließlich völlig paralysierten Helden scheitern lässt.


1947/1948 schrieb Leo Malet (1909 - 1996), der mit seinen Nestor-Burma-Krimis berühmt wurde, die "Schwarze Trilogie". Mit großer psychologischer Spannung, eindringlich und poetisch erzählt, ist diese Romanfolge mit ihren surrealistischen Einflüssen einzigartig in der Kriminalliteratur. Die Helden dieser Geschichten - Anarchisten, Mörder, Diebe - leben in Revolte gegen die Gesellschaft und gegen sich selbst. Leonhard Koppelmanns Umsetzung entführt mit akustischer Sogkraft in die Unterwelten des Leo Malet.
Bemerkungen:
Malets Geschichten der "Schwarzen Trilogie" sind triste Episoden von Verlierern. Die düstere inhaltliche Ausrichtung von "Angst im Bauch" wird hier auch in der Umsetzung fortgeführt. Koppelmann transportiert die Stimmung der Geschichte sehr gut und konsequent.
Das ist sicherlich nicht jedermans Sache, aber zumindest in sich schlüssig.

Auf meiner persönlichen Favoritenliste steht diese Produktion allerdings weit unten. Das liegt einfach daran, dass mir die Geschichte inhaltlich zu wenig bietet. Der Plot fokussiert sich weniger auf eine interessante Handlung als auf das Scheitern der Protagonisten. Für meinen Anspruch an ein Hörspiel ist das ein bisschen zu wenig. 

 

Meine Wertung: + / -
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