| Anhaltende Treue von Françoise Campo-Timal a.d. Französischen von Eugen Helmlé Musik: Peter Zwetkoff Regie: Horst H. Vollmer Ton: Eduard Kramer, Erich Heigold u. Gisela Jahr SR/WDR 1983 83 Min. Ulrike Blieffert, Heidemarie Rohweder, Katharina Brauren u. a. Ein junges Mädchen, Kind französischer Eltern, wächst zur Zeit des Indochina-Kriegs in Vietnam auf. Kindheit bedeutet für sie Krieg, Tod, Grausamkeit - aber auch die Faszination des tropischen Urwalds, der Reisfelder, der Büffelherden und der vietnamesischen Sprache, die sie anfangs besser spricht als Französisch. Wegen ihrer annamitischen Amme gilt ihre Sympathie von Anfang an der vietnamesischen Bevölkerung. Als die Kriegssituation sich zuspitzt, kommt sie zunächst zu ihrer Großmutter nach Frankreich, dann dort in ein Internat - ein fremdes Land mit einer fremden Sprache, die sie hasst und später mit fremdartig schillernden Partikeln durchsetzen wird. Von ihren Mitschülern als ‘Chinoise verte’ ausgeschlossen, zieht sie sich in die Welt ihrer frühen Kindheit zurück. Die verzweifelten Versuche, durch eine vietnamesische Lehrerin wieder in Berührung mit dem geliebten Land und ihrer eigentliche Muttersprache zu kommen, enden tragisch. Françoise Campo-Timal, (1942-92), freie Autorin und Übersetzerin in Frankreich, verlebte ihre Kindheit in Indochina und Afrika, Jugend und Studienzeit in Südamerika. Sie schrieb Gedichte, Reportagen, Features und Hörbilder. Der SR realisierte auch das von ihr und Xavier Domingo verfasste Hörspiel „Der Seehund aus den Pyrenäen“ (75). |
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