| A Quick Killing In The City Von Ed Thomason Übersetzung aus dem Englischen: David Chotjewitz Regie: Leonhard Koppelmann NDR 2000 52 Min. Joanne: Anne Weber Sheyla: Gunda Aurich Penny: Susanne Lothar Michael: Matthias Haase Buck: Calvin Burke Gavin: Jan Schütte Nick: Andreas Grothgar Heather: Marion Breckwoldt Marcolm/Radiosprecher/An- und Absage: Wolfgang Kaven Sevvie: Max Hopp Nachrichtensprecher 1: Volker Hanisch Nachrichtensprecher 2/Marshall: Klaus Dittmann Mrs. Digby: Barbara Nüsse Kellner: Björn Grundies Pat: Erika Skrotzki Alan: Hans Kremer Schwester Gerard: Ingrid Sanne Telefonistin: Özlem Soydan ![]() Anne Weber als Joanne und Marion Breckwoldt als Heather (rechts), Bild: WDR/NDR/Noel Matoff Nach langer Suche findet Joanne, die mit ihrer Adoptivmutter in London einen Friseursalon betreibt, Name und Adresse ihrer leiblichen Mutter heraus. Penny, die Joanne vor 20 Jahren als sechs Wochen altes Baby weggegeben hatte, lenkt inzwischen erfolgreich die Börsengeschäfte einer bedeutenden Handelsbank und leistet sich am Wochenende einen Liebhaber. Joanne beobachtet Penny zusammen mit ihrer Freundin Sheila, die in Abbruchhäusern und auf der Straße lebt. Joanne will sich ihrer Mutter nicht zu erkennen geben – doch da beschließt Sheila, Penny anzurufen und sich als ihre Tochter auszugeben. Ed Thomason lebt in Kanada. Er arbeitete als Theater- und Hörfunkregisseur, bevor er sich freiberuflich als Drehbuch- und Hörspielautor in Kanada und England einen Namen machte. Bemerkungen: Die Geschichte, die Ed Thomason hier erzählt, bietet einen sehr guten und durchdachten Krimi inklusive überraschenden, bitterbösen Ende. Leonhard Koppelmann hat bei der Inszenierung auf einen Erzähler verzichtet, was es zu Anfang ein wenig schwer macht, die auftretenden Figuren zu sortieren, zumal das dichte Beziehungsgeflecht nicht gerade einfach zu durchdringen ist. Danach entspinnt sich eine sehr originelle Geschichte, die einem einfachen Aufhänger einen sehr fatalen Plot folgen lässt. Bei den Sprechern hätte ich mir mehr Klischee zur Unterscheidung zwischen Joanne und Sheyla, also zwischen Anne Weber und Gunda Aurich, gewünscht. Gerade damit hatte ich doch ein paar Schwierigkeiten, deren jeweilige Funktion anfangs einzuordnen. Die schauspielerischen Leistungen an sich sind nicht zu beanstanden. Die Geschichte fordert viele emotionale Facetten, die auch sehr glaubhaft dargeboten werden. Ein spannender, temporeicher und gut konstruierter Krimi, bei dem man schon ganz Ohr sein sollte, damit man in die hörenswerte Geschichte hineinfindet. Eine Empfehlung ist das aber allemal wert! Meine Wertung: + + + + |
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