| Arsène Lupin und die Frau mit den jadegrünen Augen |
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Autor: |
Maurice Leblanc |
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Produktion: |
SWR 2009 |
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Regie: |
Stefan Hilsbecher |
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Musik: |
Helena Rüegg |
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Länge: |
97 Min. |
Mitwirkende: |
Erzähler: Rüdiger Vogler
Arséne Lupin: Samuel Weiss
Aurélie: Odine Johne
Marescal: Thomas Thieme
Brégeac: Heinrich Giskes
Miss Bakefield: Barbara Stoll
Guillaume: Bijan Zamani
Jodot: Hubertus Gertzen
sowie Verena Buss, Emilia de Fries, Cornelius Gebert, Susanne
Heydenreich, Lisenka Kircaldy, Sebasian Kowski, Anne Leßmeister,
Rainer Philippi, Michael Stiller und Marcus Weickert
Bandeon: Helena Rüegg
Tuba und Serpent: Michel Godard
Bassklarinette: Eckard Koltermann

Szene im Zug mit Thomas Thieme (li.) als Marescal und Samuel Weiss als Arsène Lupin

Samuel Weiss als Arsène, Odine Johne als Aurélie

Heinrich Giske als Brégeac, Samuel Weiss als Arsène
Lupin, Odine Johne als Aurèlie und Thomas Thieme als Marescal
Fotos: © SWR/Frank Stiller
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Inhalt: |
Frühling in Paris in den 20er-Jahren. Von ihren
Wintermänteln befreit flanieren die Menschen auf den großen
Boulevards. Auch Arsène Lupin, mittlerweile 34 Jahre alt und ein
eleganter Lebemann, genießt die laue Luft. Eine schöne Dame
mit schweren blonden Haaren und blauen Augen gerät in sein
Blickfeld – sie wird von einem Herrn verfolgt. Lupin folgt dem
Verfolger bis in ein Café am Boulevard Haussmann. Dort sitzt an
einem Tisch eine andere, auch sehr schöne Frau, jünger als
die Blauäugige, mit jadegrünen Augen. Die
Grünäugige verlässt das Café, Lupin geht ihr nach
und wird Zeuge einer Szene: Der Verfolger der Blauäugigen und der
herbeigeeilte Vater der Grünäugigen streiten sich schreiend
um die grünäugige Frau. Der vorgebliche Vater fährt
schließlich mit ihr davon. Die Blauäugige nimmt einen Wagen
zum Gare de Lyon und besteigt einen Zug nach Monte Carlo. Lupin folgt
ihr bis ins Abteil und erfährt ihren Namen: Miss Bakerfield, eine
Engländerin. Dann überstürzen sich die Ereignisse. Lupin
wird niedergeschlagen, drei Reisende werden ermordet, und drei
Maskierte jagen auf der Flucht an Lupin vorbei. Er blickt kurz in
jadegrüne Augen, dann steht er dem Verfolger von Miss Bakerfield
gegenüber, es ist Kommissar Marescal. Im Mittelpunkt des
Abenteuers steht die Frau mit den jadegrünen Augen, Aurélie
d’Asteux, die immer wieder auftaucht und verschwindet. Lupin muss
seinen einmaligen Charme einsetzen, um ihr Herz zu gewinnen –
denn erst so kann er auf den Grund der hochpolitischen Verwicklungen
vordringen: Auf dem Boden eines Stausees liegt angeblich die Quelle
ewiger Jugend.
Der Roman "La demoiselle aux yeux verts", der diesem Hörspiel zu Grunde liegt, wurde erstmals im Jahr 1930
von Hans Jacob ins Deutsche übersetzt, das Buch wurde
herausgegeben von Thomas Mann.
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Bmerkung
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Nach "Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des
Arsène Lupin"
und "Die hohle Nadel oder Der Schatz der Könige
Frankreichs",
die der SWR im Jahr 2008 für den Krimisommer produzierte
und die beim DAV erschienen sind bzw. noch erscheinen, legt man ein
Jahr später den
dritten Fall des Meisterdiebs Arsène Lupin vor.
Die Figur, die Maurice Leblanc erschaffen hat, gilt
als intellektuellste, aber auch ironischste Ermittlerfigur
der klassischen europäischen Kriminalliteratur. Das wurde
zumindest in den ersten beiden Teilen auch erkennbar, in diesem
Abenteuer tritt das Besondere der Figur Lupin doch etwas in den
Hintergrund. Es blitzt nur ab und zu auf, verleiht ihm aber nicht den
herausragenden Status, den man gewohnt ist. Dennoch ist das Abenteuer
ansonsten recht typisch für den Stil dieser Geschichten. Eine
Schatzjagd, bei denen die auftauchenden Probleme stets von Lupin
gemeistert werden - wie gesagt, es funktioniert eher auf die
unspektakuläre Art.
Stefan Hilsbecher setzt die Geschichte im bewährten Format um. Die
ruhige, romantisch anmutende Kulisse wird insbesondere durch die Musik
von Helena Rüegg getragen. Die besondere Instrumentierung gibt der
Produktion und der gesamten Reihe ein ganz eigenes Gesicht .
Auch die bewährten Sprecher, Rüdiger Vogler und Samuel Weiss
sind wieder dabei. Ergänzt werden sie durch viele bekannte und ein
paar wenige unbekannte Radiostimmen, denen es gelingt, die Rollen gut
zu verkörpern. Einzig Odine Johne, die die weibliche
Hauptrolle spricht, bleibt hier etwas hinter den Erwartungen
zurück, sie wirkt hier und da etwas unsicherer, als es die Rolle
vorgibt.
Auch der dritte Teil der Abenteuer des Arsene Lupin kommt sehr
adäquat im klassischem Stil daher. Ein schönes, langes und
unaufgeregtes Hörspiel, das mehr interessant, denn spannend ist,
aber damit für knapp einhundert Minuten entspannten Hörgenuss
sorgen kann.
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