| Auf der Straße ... nach Mendocino |
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Autor: |
Andreas Ammer/FM Einheit |
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Produktion: |
WDR 2008 |
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Realisation: |
Andreas Ammer/FM Einheit |
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Länge: |
49 Min. |
Mitwirkende: |
Michael Holm, Peter-Jürgen Boock, Marcus
Calvin u. a.
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Inhalt: |
Was alles hat Platz in einem Song? Am
Anfang, damals in Amerika
im Jahre ’68, war „Mendocino“ eine
Hippiehymne: Der
Tex-Mex-Amerikaner Doug Sahm träumt davon, das nette
Mädchen
„Teeny Bopper“ möge doch noch ein Weilchen
mit ihm im
Liebesnest am Fluss bleiben, statt wieder zu den schnellen
Jungs
mit den blutunterlaufenen Augen zu gehen, die ihren Kopf mit komischen
Dingen zugedröhnt hätten. Stattdessen solle sie
lieber in
Mendocino bleiben, wo man sich schon am Morgen die Birne weg haut
(„blow your mind in the morning“) und sich am
Wegesrand
liebt. Im Amerika des Jahres 1969 wurde das ein Top-30-Hit.
In Deutschland wurde daraus erst einmal Schlagerseligkeit:
„Ich
sah ihre Lippen, ich sah ihre Augen“ Michael Holms
Fassung
von „Mendocino“ wurde die meistverkaufte Platte im
Summer
of Love ’69.
Acht Jahre später war „Mendocino“ dann das
Codewort,
nach dessen Übermittlung sich vier deutsche Terroristen im
Kölner Cafe „Strass“ erheben und in einem
Kugelhagel
sondergleichen die vier Begleiter des Arbeitgeberpräsidenten
Schleyer ermorden, bevor sie diesen entführen und Deutschland
innenpolitisch in die größte Krise seit Bestehen der
Republik stürzen.
Und was, bitteschön, hat das alles miteinander zu tun?
Entstehen
wird eine dokumentarische Schlagerparty bundesrepublikanischer
Träume und Ängste, die allesamt in den 1960ern
gründen.
Andreas Ammer, geboren 1960, Autor und TV-Journalist, und FM Einheit,
geboren 1958, Komponist und Musiker (u. a.
„Einstürzende
Neubauten“), leben beide in Südbayern. Für
viele ihrer
Produktionen wurden sie national und international ausgezeichnet. Den
Hörspielpreis der Kriegsblinden konnten sie für ihr
Hörstück „Crashing Aeroplanes“
2002 als erstes
Autorenteam schon zum zweiten Mal entgegennehmen. |
Bemerkungen:
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Die Hörspielmacher und
Soundtüftler Andreas Ammer und FM Einheit haben sich bei
diesem Projekt dem Lied "Mendocino" gewidmet und stellen
Hintergründe des Songs, die Geschichten drumherum und die
Merkwürdigkeit, dass ausgerechnet dies als Codewort der RAF
zur Schleyer-Entführung wurde in dieser Produktion dar.
Heraus kommt eine recht bunte Reise in die Vergangenheit mit Berichten
aus Interviews mit Schlagerstar Michael Holm und Ex-Terrorist
Jürgen-Peter Boock, die ihre Verbindungen zu "Mendocino"
darstellen.
Das Ganze füllt man mit viel Musik, die sich in
unterschiedlichsten Variationen des Titel gebenden Liedes darstellt.
Auch wenn sich der Zweck des Hörspiels nicht wirklich
erschließt, ist das Gehörte doch zumindest recht
kurzweilig. Wichtige und neue Aspekte werden hier allerdings nicht
vermittelt.
Sicherlich wird dieser Trip in die 60er und 70er Jahre nicht jedermanns
Nerv treffen, denn diese "Soundstories", sind als Mischung aus Feature
und musikalischem Hörspiel, schon eine Besonderheit. Wer hier
keine Berührungsängste kennt, der
sollte diese Produktion einfach mal antesten.
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