Aus dem Leben eines Outlaws
von Tom Noga
Prod. WDR 2007
Hunter S
Thompson war exzentrisch, rebellisch und widersprüchlich: ein
Waffennarr aus dem erzkonservativen Süden der USA, der zur Ikone
der amerikanischen Linken wurde und ein brillanter Schreiber. Einem
krampfhaft objektiven und ausgewogenen Journalismus setzte er einen
neuen Stil entgegen, den er Gonzo nannte, nach einem
amerikanisch-irischen Slangausdruck für den letzten Mann, der nach
einem Saufgelage noch aufrecht stehen kann. Gonzo ist streng subjektiv,
Realität und Fiktion vermischen sich, der Autor ist Teil der
Handlung, treibt sie sogar voran. In „Angst und Schrecken in Las
Vegas“, Thompsons wichtigstem Werk, ist die Wirklichkeit nur noch
eine Folie, auf der sich eine abstruse, weitgehend fiktive Drogenstory
abspielt – ein wirrer Abgesang auf die 60er Jahre und das Ideal
eines offenen, jungen, gestaltbaren Amerika.