| Bashir Lazhar von Evelyne de la Chenelière a.d. kanadischen Französisch von von Gerda Poschmann-Reichenau Musik: Max Nagl Regie: Beatrix Ackers SR/DLR 2003 Besetzung: Dominique Horwitz und Hannah Erfurth Bashir Lazhar ist Algerier, in Québec gestrandet. Sein Antrag auf politisches Asyl läuft, die Familie soll nachkommen. Er sucht nach Arbeit, obwohl er gar keine Erlaubnis hat. Da bietet sich eine Gelegenheit: Als eine junge Lehrerin Selbstmord begeht, wird Bashir Lazhar kurzerhand als Ersatzlehrer engagiert. Sein Unterrichtsstil ist in den Augen seiner Kollegen aber so konventionell, dass er Befremden und Misstrauen hervorruft. Bashir Lazhar allein erzählt seine Geschichte, aber Evelyne de la Chenelière versteht es geschickt, uns auch ein Bild von Bashirs Gesprächspartnern zu geben. Deutlich wird, wie schwierig es für einen Fremden ist, die kleinen, unausgesprochenen Gesetze einer Gesellschaft zu erkennen und zu befolgen. Umso schwieriger, wenn der Weg zurück in die Heimat abgeschnitten ist, weil dort der Terror regiert. Zum Autor Evelyne de la Chenelière, 1975 in Montréal geboren, wo sie auch lebt. Literatur- und Schauspielstudium in Paris. Schreibt für’s Theater (zuletzt: „L’imposture“ 2009) und steht selbst auf der Bühne. Ihr Debüt „Erdbeeren im Januar“ wurde 2000 von der „Académie québecoise du théâtre“ als bestes Stück ausgezeichnet (03 als SR-Hörspiel), ihr Buch „Désordre public“ wurde 2006 mit dem Literaturpreis des Generalgouverneurs von Québec ausgezeichnet. Zusammen mit Daniel Brière erhielt sie 2009 den PRIMEURS-Autorenpreis für ihr Hörspiel „Eine Frage der Einstellung“ (SR 09). |
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