| Begegnung
am Nachmittag |
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Autor: |
Henning Mankell |
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Produktion: |
DLR / RB /
SR / der hörverlag 2008 |
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Regie: |
Rainer Clute |
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Team: |
Ton: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer
Regieassistenz: Roman Neumann |
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Länge: |
66 Min / 55 Min. |
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Mitwirkende: |

Bild: rbb/Deutschlandradio/Jonas Maron
Frau: Nadja Tiller
Mann: Walter Giller
Violine: Julia Prigge
Brandenburgisches Kammerorchester
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Inhalt: |
Ein altes
Ehepaar redet nach vielen Jahren das erste Mal wieder
miteinander. Seit fast 60 Jahren sind sie verheiratet, seit 24 Jahren
leben sie getrennt. Doch jetzt möchte sie einen klaren
Schlussstrich unter ihre Ehe ziehen. Die Scheidungspapiere hat sie
bereits vorbereitet, doch er weigert sich, diese zu unterzeichnen
– schließlich liebe er sie nach wie vor,
könne aber
einfach nicht mit ihr leben. Im Streit kommen allerhand Themen auf den
Tisch, die noch nie besprochen wurden, wie die Lust und Unlust auf den
anderen und deren Ursache. Schließlich macht sie ihm ein
Geständnis…
Henning Mankell, geboren 1948 in Stockholm, ist seit 1968 als Autor und
Regisseur tätig. In den 90er Jahren entstanden seine
Wallander-Kriminalromane, außerdem veröffentlichte
er
Kinderbücher und Theaterstücke. Für seine
Werke wurde er
mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendbuchpreis und dem
Astrid-Lindgren- Preis. 1972 unternimmt Mankell seine erste
Afrikareise, seit 1996 ist er Leiter eines Theaters in Maputo,
Mosambik, wo er die Hälfte des Jahres lebt. 2008 erschien
Mankells
Thriller „Der Chinese“, einige seiner Krimis liegen
auch
als Hörspiel vor.
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Auch wenn
Henning Mankell mehr durch seine Krimis bekannt ist, sind seine anderen
Geschichten, durchaus auch Wert, dass man ihnen etwas Aufmerksamkeit zu
Teil werden lässt. Das gilt auch für "Begegnung am
Nachmittag".
In dieser - eigentlich recht kurzen -
Hörspielumsetzung ist unglaublich viel Geschichte vorhanden.
Mankell erzählt das Leben des Paares in Fragmenten, die dem
Hörer aber genügen, um sich ein gutes und umfassendes Bild der
Figuren zu machen. Dazu beschreibt er in recht
ungeschönten Worten, die Probleme des Alterns.
All dies transportiert man durch die Darstellung des Streites des
Noch-Ehepaares um die Scheidung, der dafür sorgt, dass die
Figuren hier auch eine emotionale Achterbahnfahrt erleben.
Auf diese begibt sich das Ehepaar Nadja Tiller und Walter Giller in
ihrer ersten Hörspielrolle. Sie sind in allen Facetten - und
davon gibt es reichlich - ihrer Figuren stets glaubhaft und
überzeugen so in den Rollen erstklassig. Man fragt sich
wirklich, warum sie erst jetzt in diesem Genre ihr Debüt geben.
Die Umsetzung wird eigentlich nur von der klassischen Musikuntermalung
getragen. Sonstige Kulissen braucht die Geschichte nicht, um zu
funktionieren.
Ein Hörspiel, das in einer Stunde viel anspruchsvolle
Unterhaltung bietet. Die Geschichte um dieses getrennt lebende Ehepaar
ist absolut empfehlenswert und kratzt nur haarscharf an der
Höchstwertung vorbei. |
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