| Besser gar nicht als spät von Rodney David Wingfield RegieFritz Schröder-Jahn NDR 1971 77 Min. Inspektor Chew: Paul Dahlke Inspektor Green: Peter Frank Sergeant Rushton: Horst Michael Neutze Chefkommissar Lawton: Walter Klam Polizeianwärter Collins: Friedrich Wilhelm Timpe Polizeianwärter Burton: Hanno Wingler Polizeianwärter Smith: Joachim Richert Sekretärin: Gerda Schöneich Bahnbeamter: Manfred Schermutzki Sam Fletcher: Manfred Steffen Peggy Fletcher: Eva Brumby Bill: Werner Schumacher Pamela Fulton: Marianne Kehlau Sarah Fulton: Susanne Beck Ann Marlow: Charlotte Schellenberg Mädchen am Telefon: Inge Groll Mädchen am Telefon: Marianne Dietz Dr. James: Gert Haucke Bob Hampton: Gerhard Lippert Fotograf: Joachim Wolff Mr. Cresswell: Hans Häckermann Der Sprecher der Einleitung: Joachim Brauner Vor 12 Jahren hat Inspektor Chew in einem Entführungsfall jämmerlich versagt. Eine Woche vor seiner Pensionierung macht ihn ein Polizeischüler auf etwas aufmerksam, das die damalige Tragödie in einem ganz neuen Licht erscheinen und Chew die Ermittlungen erneut aufnehmen lässt. Rodney David Wingfield (1928 - 2007), war ein englischer Kriminalsschriftsteller und Hörspielautor. Bekannt wurde er v.a. als Schöpfer des Detektivs Jack Edward Frost. Fritz Schröder-Jahn, geb 13. Oktober 1908 in Görlitz/Oder, gest. 27. Dezember 1980 in Hamburg, gilt als einer der renommiertesten Hörspielregisseure im Westdeutschland der 1950er und -60er Jahre. Begonnen hatte er seine Laufbahn als Schauspieler, war 1939 ans Schillertheater Berlin gekommen und nach Kriegsende als Ansager und Nachrichtensprecher zu Radio Hamburg (später NWDR, dann NDR) gegangen. Bald übernahm er hier Sprecherrollen im Hörspiel; Regieassistenzen und kleinere Regiearbeiten folgten. Mit Hörspielinszenierungen von Günter Eichs „Die gekaufte Prüfung (1950) und „Träume“ (1951) gelang ihm der Durchbruch. Vier unter seiner Regie entstandenen Hörspiele wurden mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet: „Philemon und Baucis“ (1956), „Die Versuchung“ (1958), „Der gute Gott von Manhattan“ (1959) und „Nachtprogramm“ (1965). 1969 bekam er den „Frankfurter Dukaten“ der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für wegweisende und stilbildende Arbeiten auf dem Gebiet der Hörspielregie. Bemerkungen: R. D. Wingfield erzählt einen Krimi, der von einem unaufgeklärtem Verbrechen handelt, bei dem es eigentlich alle Umstände dafür gesprochen hätten, dass es zu klären sei: Eine Kindesentführung in einem eingeschneiten Städtchen, aus dem der Täter überhaupt nicht hätte fliehen können. Dennoch gelang es Inspector Chew nicht, diesen Fall aufzuklären. Dieser Umstand hat ihm seine restliche Karriere ruiniert - noch heute knabbert er an diesem Misserfolg. Als er Nachwuchskräften den Fall schildert, macht einer von ihnen eine Entdeckung. Als dann noch ein Skelett eines Kindes in der Nähe gefunden wird, nimmt Chew die Ermittlungen nochmals auf und entlüftet ein gut gehütetes Geheimnis. Ein gelungener Krimi mit einer sehr überraschrenden Wende am Schluss. Hier und da wird er vielleicht etwas langatmig erzählt, was aber auch dem Alter der Produktion geschuldet ist. Heute würde man wohl diese Geschichte in eine Radiostunde unterbringen. Andererseits macht gerade das ja auch viel vom Flair einer solchen Produktion aus. Altersentsprechend ist auch die Inszenierung. Hier stützt man sich weitestgehend allein auf das glänzende Ensemble, in dem Paul Dahlke als bärbeissiger Inspektor deutlich herausragt. Seine Leistung macht ein Gutteil des Qualität dieser Produktion aus. Eine gute, alte Radioproduktion mit interessantem Ende - Hier darf man gerne einschalten! Meine Wertung: + + + + |
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