Bio-Öko-Tot

Von Christian Hussel


Regie: Martin Zylka
WDR 2010
51 Min.

Hauptkommissar Müller: Marc Hosemann
Dr. Scherenschleifer: Dietmar Mues
Marlene von Hünefeld: Esther Zimmering
Zacharias Hilbig: Hans Holzbecher
Redakteurin: Kerstin Thielemann
Werner Walther: Klaus-Dieter Pittrich
Frank Kaiser: Oliver Krietsch-Matzura
Pressesprecher: Horst Kotterba
Kriminalbeamter Weber: Matthias Redlhammer

Hauptkommissar Müller und Gerichtsmediziner Scherenschleifer haben es mit einem ungewöhnlichen Toten zu tun: Alexander Hilbig wurde während einer Party in seinem eigenen Haus angezündet und verbrannte. Die Autopsie weist Spuren des kolumbianischen Pfeilgiftfrosches und jede Menge Pestizide nach. Von Alex’ Exfreundin Marlene, einer Umweltaktivistin, erfährt der Kommissar, dass die örtlichen Stadtwerke planen, große Plantagen in Kolumbien zu erwerben und groß ins Bio-Ethanol-Geschäft einzusteigen, ohne Rücksicht auf die Einheimischen. Verfügte Alex, der Frau und Kind in Kolumbien hatte, über Kenntnisse, die nicht an die Öffentlichkeit sollten?

Christian Hussel, geboren 1957 in Leipzig, studierte Soziologie und Theaterwissenschaft. Er arbeitet als Theater- und Hörspielautor.


Bemerkungen:

Ein Krimi, der nicht nur einen ungewöhnlichen Fall schildert, sondern dermit sehr interessanten - und vor allem glaubwürdig dargestellten - "Unschönheiten" bei vermeintlich "sauberen" Projekten punkten kann. Leider ist die Erzählweise ein wenig unaufgeräumt, so dass hier die Geschichte ein paar Schwierigkeiten hat, den Hörer direkt zu packen.
 
Die Inszenierung hilft diesbezüglich auch nur wenig, da diese insoweit zu gut auf den Stil des Skriptes abgestimmt ist. Ist die Geschichte in Gang, funktioniert aber beides gut. Die Umsetzung bringt ein erfrischendes Ensemble zu Gehör, das zwar aus gestandenen Sprechern besteht, die sonst eher seltener zu hören sind. Eine diesbezügliche Ausnahme bildet hier nur Dietmar Mues, dessen markante Stimme auch
hier für einen prägnanten Eindruck sorgt.

Ein Krimi mit formalen Startschwierigkeiten. Der Hörer wird hier zunächst weder vom Erzählstil, noch von der Inszenierung überzeugt, weiterzuhören. Diese Hürde sollte man aber nehmen, denn man wird letztlich auch mit einer recht ungewöhnlichen und interessanten Geschichte belohnt.


Meine Wertung: + + +
 
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