Blut auf dem Mond
  Autor: James Ellroy
  Produktion: SWR 2000
  Regie: Norbert Schaeffer
  Bearbeitung: Norbert Schaeffer
  Länge: 107 Min.
 

Mitwirkende:

Lloyd Hopkins: Christian Redl
Lloyd Hopkins mit 8 Jahren: Leonard Herrmann
Larry: Christian Brey
Whitey: Ingo Biermann
Teddy: Jens Wawrczeck
Arthur "Dutch" Peltz: Peter Dirschauer
Bird: Karl Friedrich Seraphim
Dichter: Torben Kessler
Kathy: Imogen Kogge
Janice: Elisabeth Auer
Parker: Andreas Szerda
Haines: Henning Schimke
Artie: Hüseyin Cirpici 

Inhalt:

1964, Marshall-College in Los Angeles: Larry und Whitey vergewaltigen auf brutale Weise ihren Mitschüler Teddy Verplanck, den 'Dichter'. 19 Jahre später ist aus dem Dichter ein psychopathischer Serienkiller geworden, der seine Opfer, alles Frauen, schrecklich zurichtet und zugleich Hymnen auf sie verfasst. Als Detective Sergeant Lloyd Hopkins, der seinerseits von einem fürchterlichen Geschehnis aus der Vergangenheit verfolgt wird, eine grausam verstümmelte Frauenleiche auffindet, schwört er sich, den perversen Mörder zur Strecke zu bringen. Sein Vorgesetzter jedoch will nicht wahrhaben, dass dieser Mord nur der letzte einer ganzen Serie von nicht aufgeklärten Fällen ist, und verweigert Lloyd die nötige Unterstützung. Doch dieser nimmt die Fährte zum Täter auf. Allein.

Bemerkungen:

James Ellroy ist ein Meister seines Fachs. Man sollte aber ein Faible für die etwas härtere Gangart im Krimi mit sich bringen, damit man Gefallen an seinen Geschichten hat. "In Blut auf dem Mond", dem ersten der Lloyd-Hopkins-Krimis, lässt er den Titelheld gleich ordentlich leiden. Seine Protagonisten sind ohnehin nie die strahlenden Helden, und so dringt auch Lloyd als sperrige Figur nicht direkt ins Herz der Hörer.

Dazu kommt, dass auch die Erzählweise, die Norbert Schaeffer der Geschichte mitgibt,  sich dem Hörer schon recht ungewöhnlich und spröde darbietet. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto enger bindet man sich jedoch an diese erstklassige Geschichte bis sie einen schließlich vollkommen gefangen nimmt.

Die Besetzung ist gut gelungen, wenngleich sie vielleicht dem ein oder anderen zu perfekt ist. Insbesondere  Wawzczeck als Teddy ist nicht sonderlich originell, allerdings passt er natürlich hier wie die Faust aufs Auge.

Wer vor einem derben Krimi nicht zurückschreckt, der sollte sich Fälle von Ellroy anhören. "Blut auf dem Mond" ist da auf jeden Fall eine gute Wahl!

 

 

Meine Wertung: + + + +

 

 

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