Bocca della verità
von Friederike Mayröcker

Musik: Philipp Schaufelberger
Regie: Stephan Heilmann
DRS 2009
49 Min.




Mit:: Klaus Brömmelmeier (Briefstimme, Erzählstimme und «innere Gegenstimme» Mann), Rebecca Klingenberg (Doppelstimme weiblich (Julia, Cäcilia)), Janina Reinke (Erinnerungsstimme aus der Kindheit des Mannes)


Ein Mann schreibt aus Rom, wo er sich mehrere Wochen aufhält, Briefe an eine Frau, die er «Carissima» nennt. Er beobachtet sich dabei und kommentiert gleichzeitig seine Gedanken. Die charakteristischen Plätze und die sommerliche Atmosphäre Roms lösen Erinnerungen aus, Kindheitsassoziationen. Die Beziehung zu zwei Frauen, Cäcilia und Julia, wird gegenwärtig; die beiden Frauen verschmelzen für ihn zu einer einzigen. Längst verdrängte oder vergessene Gefühle und Empfindungen drängen an die Oberfläche.


Die Autorin schreibt in der Regieanweisung:
«Die Story: Ein Mann schreibt aus Rom, wo er sich mehrere Wochen aufhält, Briefe an eine Person, die er mit ‹Carissima› anredet; der Name des Empfängers blieb ausgespart.
Zur Regie: … Die Stimmung, in die der Hörer sich versetzt fühlen soll: allgemein sanft-schwermütig-kontemplativ, gleichzeitig erwartungsvoll-verwirrt.»

Das als Hörspiel geschriebene Stück der grossen Wiener Schriftstellerin lässt den Zuhörern viel Freiraum: Ein Mann, der anscheinend in Rom im Urlaub ist, wird dort mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Roms Plätze und seine sommerliche Atmosphäre lösen in ihm – und somit auch in den Hörerinnen und Hörern – Erinnerungen aus.
 
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