Canal du midi
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Autor: |
Hubert Wiedfeld |
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Produktion: |
hr/WDR 2005 |
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Regie: |
Norbert Schaeffer |
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Länge: |
86 Min. |
Mitwirkende: |
Ingrid Andree, Traugott Buhre, Gottfried Breitfuß, Irina Wanka, u.a.
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Inhalt: |
Ein alljährlich sich wiederholendes Ritual: Madame
Rose, alternde Aktrice und Diva von Gottes Gnaden (»seit
Stummfilmtagen ein Gesicht aus schwarzen Augenkreisen«), bittet
in die Provence zur Fahrt auf dem MS »Canal du Midi«. Mit
an Deck ihre getreuen Verehrer, Leibeigene und Kampfhunde Commodore
Schreyvogel, der Banquier Dudweiler und Kammersänger Osiander, der
Chor der Freier. Ein Trio infernal, gerade gut genug, um Madame ein
wenig zu unterhalten.
Nun gerät die »Kreuzfahrt« auf dem Canal du Midi zu
einer ebenso phantastischen wie abenteuerlichen Reise, nicht nur die
vielen Schleusen sind zu überwinden, der marode Kahn wird auch
noch geentert: den Counterpart gibt Florence Lafleur, Regisseuse,
mitsamt ihrer Crew der Lichtspielkunst. Sie, die gute Fee und
Königin der (Programm-)Filmkunst, »europäisch, cool und
feministisch«, will mit Madame Rose einen Film drehen, aber will
auch Madame?
Das grandiose Bild des mediterranen Südens verschmilzt mit dem der
Piazza San Gaetano in Neapel; doch in Neapel ist es bitterkalt, sind
wir nicht schon längst auf dem kleinen Platz vor dem
Leidenskloster in Moskau? Nicht nur die Schauplätze wechseln
rasant, auch die Zeit macht Sprünge: Napoleon, Lenin und der
Zweite Weltkrieg sind alle gleichermaßen Gefährten in diesem
furiosen Szenario. Welcher Film wird hier eigentlich gedreht, und vor
allem, wer hält die verschwenderisch wuchernden Fäden dieser
Inszenierung in der Hand? Klar ist nur, Madame Rose geht nicht
über Bord.
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