Cap Ferret
oder Die andere Seite des Bassins

von Torsten Buchsteiner
Regie: Annette Kurth
WDR 2009
54 Min.


Marius: Barnaby Metschurat
Charante: Valery Tscheplanowa
Calot: Dietmar Mues
César: Wolfram Koch
Passant / Fahrer: Ernst August Schepmann

© WDR/S. Anneck
Valery Tscheplanowa und Barnaby Metschurat

Foto: © WDR/S. Anneck


„Ich muss noch kurz was erledigen“, hatte sie gesagt. Am nächsten Morgen war sie tot. Ein Jahr später: Marius kommt zurück. Nach Cap Ferret. An die französische Atlantikküste. Hier hatte er alles gewonnen. Und alles verloren. Charante, seine große Liebe. Charante mit den wilden schwarzen Locken. Charante, die Unmengen trank und rauchte. Viel zu viel. Sie war immer zu viel. Sie wollten zusammen weggehen. Auf die andere Seite des Bassins. Das war ihr großer Traum. Doch es kam anders. Plötzlich lag sie tot am Strand. Und jetzt ist Marius wieder da. Um Rache zu nehmen. Rache um jeden Preis.

Torsten Buchsteiner, geboren 1964, lebt an der Ostseeküste. Er arbeitet als Schauspieler für Theater, Film und Fernsehen. Seit 1999 schreibt er Theaterstücke und Hörspiele.


Bemerkungen:

Mit "Cap Ferret" erzählt Torsten Buchsteinen einen Krimi, der weniger von einer besonders originellen Geschichte, denn vom gelungenen Flair lebt. Die Produktion spielt in einer unglaublich dichten und präsenten Atmosphäre, in der der einfache, aber durchaus interessante Plot sehr gut wirkt. Erzählt wird die tragische Geschichte von Marius, dessen große Liebe einem Verbrechem zum Opfer fiel, das er jetzt aufklären und sühnen möchte.

Perfekt bringt Annette Kurth die Szenerie akustisch näher. Die Geschichte hilft dabei insoweit, als das hier sehr prägnante Elemente, wie den über alles wachende Leuchtturmwärter, eingebunden sind.

Wer sich akustisch gerne an Frankreichs Atlantikküste entführen lassen möchte, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen und bekommt obendrein einen zwar einfachen, aber unterhaltsamen Thriller  serviert.

Meine Wertung: + + +



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