| Carvalho (5) Der Schuss aus dem Hinterhalt Von Manuel Vázquez Montalbán Aus dem Spanischen von Bernhard Straub Bearbeitung und Regie: Peter Michel Ladiges SWF / hr 1991 54 Min. Pepe Carvalho: Joachim Nottke Erzähler: Matthias Ponnier Baste de Linyola: Charles Wirths Alfonso Camps o Shea: Peter Lieck Marta: Eva Garg Señora Concha: Marianne Lochert Juan Sanchez Zapico: Edgar Hoppe German Dosrius: Walter Renneisen Alberto Palacin: Berth Wesselmann Marcal: Daniel Kasztura Kommissar Contreras: Alf Marholm Inspektor Lifante: Tobias Lelle Raurel: Wolfgang Reinsch Privatdetektiv Pepe Carvalho wird engagiert, um den neuen englischen Fußballstar John Mortimer vor einem angekündigten Attentat zu schützen. Es ist nicht ein nationalistisch gesinnter Fußballfanatiker, der hinter der Morddrohung steht. Die Zeiten der simplen Lebensweisheiten sind unwiederbringlich vorbei. Zwar ist der Ball immer noch rund, aber für den sportlichen Erfolg ist der Public Relations-Manager wichtiger als der Trainer. Für die Aufklärung der Morddrohung versucht es die Polizei mit völlig neuen Methoden. Carvalho kann darüber anfangs nur den Kopf schütteln. Manuel Vázquez Montalbán (1939-2003) studierte Literatur, Philosophie und Publizistik. Er war Lyriker, Romanautor, Essayist, Kolumnist und Erfinder des Privatdetektivs Carvalho. Für sein Werk wurde der spanische Autor mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet. Bemerkungen: Es ist der zweite Carvalho-Fall, der mir zu Ohren kommt und wie schon beim ersten, hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Dabei ist die Idee hinter diesem Fall gar nicht so schlecht und unoriginell. Allerdings wirkt gerade die Fußball-Folid recht unecht. Montalbán gelingen zwar diesbezüglich ein paar Klischees, insgesamt bleibt das Thema aber insgesamt zu steril und austauschbar. Auch der Plot will nicht richtig ins Laufen kommen, die Geschichte steht sich oft selbst ein wenig im Weg. Auch der Produktion selbst fehlt ziemlich der Biss. Die sehr behäbige Inszenierung, die auch die eigentlich sehr guten Sprecher ziemlich langweilig wirken lässt, sorgt auch hier dafür, dass Spannung und Hörspaß sich kaum einstellen wollen. Ein Kriminalfall, der sich leider zu spröde darstellt, um wirklich überzeugend zu sein. Peter Michel Ladiges' Inszenierung kann die Scharte nicht auswetzen, im Gegenteil - hier gelingt es nicht mal, das Hörinteresse, bei inhaltlich fundierten Passagen zu erzeugen. Meine Wertung: - |
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