| Comédie Russe |
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Autor: |
Tom Peuckert |
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Produktion: |
SWR 2008 |
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Bearbeitung und Regie: |
Iris Drögekamp |
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Dramaturgie: |
Frank Halbig |
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Ton: |
Roland Winger und Daniel Senger |
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Schnitt: |
John Krol |
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Regieassistenz: |
Constanze Renner |
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Länge: |
36 Min. |
Mitwirkende: |
Turgenjew: André Jung
Dostojewski: Matthias Brandt
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Inhalt: |
Im Sommer 1867 begegnen sich Turgenjew und Dostojewski in Baden-Baden.
Der eine lebt als reicher Emigrant in der Stadt, der andere hat eben im
Casino sein letztes Geld verspielt. An einem Vormittag sind sie zwei
Stunden zusammen und gehen als Todfeinde auseinander. Was damals in
Baden-Baden geschah, darüber spekuliert dieses Hörspiel. Ein
Streit ums Geld, aber auch um Ideen. Die beiden Schriftsteller stehen
sich als Stellvertreter eines legendären Konfliktes
gegenüber, der Mitte des 19. Jahrhunderts Russlands Intellektuelle
in zwei Lager spaltete und bis in die Gegenwart hineinreicht. Der
Freund des Westens, Turgenjew, gegen den slawophilen Dostojewski.
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Bemerkungen:
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Eigentlich ein interessantes Hörspiel - eine
originelle Idee, den Konflikt zwischen der eher westlich orientierten
und der eher im Osten verwurzelten Denke auf zwei Figuren, zwei
Protagonisten dieses Streits herunterzubrechen.
Tom Peuckert packt dies in diesem kurzen Hörspiel zusammen und
stellt darüber hinaus, die Facetten der Figuren selbst - jenseits
des Überbaus - dar.
Trotzdem schafft man es nicht ganz, das Hörinteresse von Anfang
bis zum Ende hochzuhalten. Die Geschichte ist für meinen
Geschmack zu dicht gepackt und wird dem Thema in dieser komprimierten
Form nicht ganz gerecht.
Zudem sorgt das etwas seltsame Ende dafür, dass dem Hörer ein
zusätzliches Fragezeichen im Ohr bleibt. Eine originelle Wendung
zwar, die aber leider etwas unverständlich ist.
Schauspielerisch ist diese Produktion top. André Jung und
Matthias Brand agieren in diesem Thema wirklich erstklassig und halten
die Geschichte durchweg lebendig.
Ein interessantes Thema, dass leider etwas aufgrund der zu geraffeten
Bearbeitung etwas unverdaulicher wirkt, als es notwendig wäre.
Hätte man dem Ganzen etwas mehr Raum gelassen, wäre hier
sicherlich mehr drin gewesen.
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