| Dafan
|
| |
Autor: |
Frank Peter Hermsen |
| |
Produktion: |
WDR 2001 |
|
Regie: |
Thomas Wolfertz |
| |
Länge: |
55 Min. |
Mitwirkende: |
Rolf Schult, Katy Karrenbauer, Philipp Schepmann, Helmut Krauss, Heinrich Giskes u.a.
|
Inhalt: |
Mit Erschrecken erkennen die Menschen gegen Ende des
21. Jahrhunderts, dass alle schönen Versprechen nichts genutzt
haben: Langsam aber sicher taumelt der Blaue Planet der eigenen
Zerstörung entgegen. Die einzige Hoffnung ruht nun auf den
„Hope-Kapseln“, hunderten kleiner Raum¬transporter, die
je ein vorbildliches Exemplar der Menschheit im Kälteschlaf in die
Weiten der Galaxie katapultieren, um Hilfe von fremden Kulturen zu
erflehen. George, absolut linientreu und loyal, ist einer der Piloten
dieser Kapseln. Er erlangt sein Bewusstsein 5 000 Jahre später auf
einem gigantischen Planetoid einer weit entfernten Galaxie wieder und
muss schockiert feststellen, dass er um einiges länger unterwegs
war als geplant. Doch damit nicht genug: Der künstliche Planetoid
DAFAN, auf dem er erwacht ist, beherbergt eine Ansammlung von
Außenseitern, Querdenkern und Kriminellen der seltsamsten
Lebensformen aus dem ganzen Universum. Die Tatsache, dass auch
zahlreiche Menschen darunter sind, verwirrt George. Warum hat niemand
in all den Jahren Kontakt zum Heimatplaneten aufgenommen?
Frank Peter Hermsen (1966-2002) gründete die Independent-Band
„Another Tale“, deren Leadsänger er war. Er schrieb
Songtexte, Kurzgeschichten und für den WDR das
Science-Fiction-Hörspiel „Dafan“.
|
Bemerkungen:
|
Nicht nur der Klappentext, auch der Einstieg ins
Hörspiel klingt vielversprechend. Letztlich macht Frank Peter
Hermsen irgendwie zuwenig aus der guten Plotidee. Die Ansätze sind
allerdings nicht gerade neu und so werden Kenner vergnüglicher
Science-Fiction doch einige Parallelen zu Douglas Adams feststellen
können
.
Allerdings kommt "Dafan" deutlich ernster rüber, was vielleicht gar nicht so wirklich beabsichtigt scheint.
Im Mittelteil der Geschichte bewegt sich dann leider auch nicht
wirklich viel. Es gibt zwar einige actionreiche Sequenzen, die aber
irgendwie am Hörer abprallen. Zudem lässt auch der
Schluss den Hörer etwas ratlos zurück, so dass man hier nicht
wirklich von einer runden Geschichte sprechen kann.
Insgesamt ist "Dafan" ein eher merkwürdiges Hörspiel, dass es
nicht wirklich schafft, den Hörer für sich einzunehmen.
|
|