Darf ich euch Hildy vorstellen?
  Autor: Charles Willeford
  Produktion: hr 2001
Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
  Länge: 55 Min.

Mitwirkende:

Andreas Grothgar, Herbert Schäfer, Christian Tasche, Kirstin Petri u.a.

Inhalt:

Vier Freunde und eine folgenschwere Wette. Hank wettet mit Don, Eddie und Larry, dass er es schafft, im Autokino eine Frau aufzureißen. Als Hank mit seiner Eroberung Hildy zurückkommt, hat er in der Dunkelheit völlig übersehen, dass sie erst 14 ist. Außerdem ist sie vollkommen zugedröhnt – und in Folge dessen kurze Zeit später tot. Als die vier Freunde endlich Hildys Zuhälter aufgetrieben haben, um ihm die Sache in die Schuhe zu schieben, geht der Revolver in Dons Hand los – obwohl er den Abzug angeblich gar nicht berührt hat.
Eddie hat nebenbei auch noch Schwierigkeiten mit seiner Freundin Gladys, ihrem Alter und ihren Haaren. Gemeinsam mit Hank sucht Eddie in Gladys’ Handtasche nach Erklärungen. Und Larry, Sicherheitsexperte bei „National Security“, verfasst einen Bericht über das ganze Geschehen, den er aus Sicherheitsgründen in einem Bankfach aufbewahrt. Denn derjenige, der in Florida bei der Staatsanwaltschaft als Erster auspackt, geht straffrei aus.


Charles Ray III. Willeford (1919-1988) versuchte sich als Profiboxer, Schauspieler, Pferdetrainer und Radiosprecher. Schließlich studierte er Literatur, arbeitete als Dozent und Kritiker und begann selbst Theaterstücke und Romane zu schreiben.


Bemerkungen:

Die Geschichte beginnt mit einem sehr ordentlichen Aufhänger, der viel Spannendes und Unterhaltsames für das restliche Hörspiel erwarten lässt. Leider verzettelt sich die Geschichte dann ein wenig in Nebensträngen, anstatt den Plot konsequent weiterzuentwickeln. So verliert sich das Interesse ein wenig und kommt erst zum Finale zurück.

Mit der Umsetzung gelingt dem Team um Norbert Schaeffer die Geschichte in eine gelungene Kulisse zu tragen, die dem "Hard boiled"-Genre durchaus gerecht werden kann.

Auch die Sprecher agieren hier sehr passend. Sie spielen die Figuren mit der nötigen Portion Derbheit und Schlitzohrigkeit.

Ein ordentlicher Vertreter seiner Zunft, der allerdings zwischendurch ein wenig nachlässt.
Meine Wertung: + +
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