Darf ich vorstellen: Deine Mutter
von David Schütz und Ulrike Kolb

Regie: Ulrike Brinkmann
DLR 1994
54 Min.


Emanuel: Robert Hunger-Bühler
Ingrid: Lieselotte Rau
Michael: Klaus Manchen
Helene: Isabella Mamatis

Nach dem Tod der Mutter erinnern sich die Geschwister Ingrid, Helene, Michael und Emanuel an ein wichtiges Familientreffen im Jahr 1974. Aus den verschiedensten Ländern waren sie damals angereist: aus Israel, Amerika, Deutschland. Über 25 Jahre lang hatten sie sich nicht gesehen. Jetzt wollten sie Auskunft von der Mutter: über ihre drei Väter und über die Tatsache, dass die Mutter sie während des Krieges immer wieder im Stich liess, sie bei der Nachbarin abgab. Aber die Mutter schwieg oder bot Legenden. Sie, die schöne blonde Jüdin, hat die NS-Zeit überlebt. Doch das Opfer von damals ist für die Kinder auch Täterin. Die Gefühle ihr gegenüber bewegen sich zwischen Liebe, Mitleid und Hass. - «Abgestossen hat sie uns, so wie ein Organismus ein unverträgliches Implantat abstösst. – Es war unser Glück!»


David Schütz, 1941 in Berlin geboren, als Siebenjähriger in einer Jugendalijah nach Israel verschickt. Studium der Philosophie und Geschichte in Jerusalem und Heidelberg. Lebt als Schriftsteller und Produzent von Dokumentarfilmen in Jerusalem. Auf Deutsch erschienen: «Gras und Sand» (1992), «Trilogie des Abschieds» (1993), «Avischag» (1996).

Ulrike Kolb, 1942 geboren, Studium der Psychologie und Pädagogik. Schreibt Romane, Erzählungen, Essays. Zuletzt erschienen: «Frühstück mit Max» (2000), «Diese eine Nacht» (2003), «Yoram» (2009).

 
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