Das Bergwerk zu Falun

nach Hugo von Hofmannsthal
Bearbeitung: Herbert Timm
Musik: Kurt Stiebitz
Regie: Gert Westphal
RB 1949
89 Min.


Elis Tröbom: Bernhard Minetti
Anna: Hildegard Roselius
Torbern: Herbert Sebald
Dahlsjö: Ernst Karchow
Großmutter: Dora-Maria Herwelly
Königin: Ingeborg Kloiber
Ilsebill: Eva Krutina
u.a.


Ist es Tag oder Nacht? Wahn oder Wirklichkeit? Der Seefahrer Elis Fröbom schwankt in Hofmannsthals Drama Das Bergwerk zu Falun auf einem schmalen Grat zwischen der irdischen und der unterirdischen Welt. Erschüttert vom Tod seiner Mutter, sagt er nach der Rückkehr in sein Heimatdorf der Seefahrt ab und folgt einem alten Bergmann ins Kupferbergwerk Falun: »Mir wär sehr wohl, könnt ich mich in die dunkle Erde einwühlen. Ging es nur, mir sollt es schmecken, als kröch ich in den Mutterleib zurück«. Von fantastischen Stimmen und Gestalten heimgesucht, findet Elis schließlich nicht mehr zurück - er verschwindet im Inneren des Berges.
Die Fabel des Elis Fröbom, der im schwedischen Bergwerk Falun am Tag seiner Hochzeit stirbt, wurde, u.a. von E.T.A. Hoffmann und Johann Peter Hebel aufgegriffen. Was bei Hoffmann und Hebel spukhaft oder sagenseliger Bericht ist, wird in Hofmannsthals Drama (zwischen 1899 und 1906 erschienen) zur Einfahrt in die letzten Gründe menschlicher Existenz.

 
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