Das Echo der Erinnerung
  Autor: Richard Powers
  Produktion: WDR 2008
  Regie: Fabian von Freier
  Bearbeitung: Fabian von Freier
  Länge: 109 Min.

Mitwirkende:

Florian Lukas, Annett Renneberg, Gerd Böckmann, Edda Fischer, Jochen Baum, Jens Harzer, Sascha Nathan, Simon Roden, Gabriele Schulze, Alexandra von Schwerin, Eva Spott und Daniel Wiemer

Inhalt:

Karin Schluters erhält die Information, dass ihr Bruder Mark einen Autounfall hatte. Mehr will der Pfleger am Telefon nicht sagen. Im Krankenhaus erfährt sie, dass Mark im Koma liegt. Zudem leidet er als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas unter partieller Amnesie und dem seltenen Capgras-Syndrom. Er erkennt seine Schwester nicht, sondern vermutet in ihr eine auf ihn angesetzte Agentin. Hingebungsvoll kümmert sich die Schwester um den jüngeren Bruder, für den sie immer schon da war. Und tatsächlich erwacht Mark schließlich wieder aus der Tiefe des Komas. Stück für Stück erkämpft er sich seine Wirklichkeit zurück. Nur der Unfall selbst bleibt ihm ein schwarzes Loch - und weiterhin will er seine Schwester nicht annehmen. In ihrer Verzweiflung sucht Karin nach Hilfe und stößt auf Dr. Weber, dessen Bücher über neurologische Phänomene sie faszinieren. Weber, gefesselt von der Möglichkeit dieses seltene Syndrom in Augenschein zu nehmen, sagt zu. Er ahnt nicht, dass die Zerstörung winziger Neuronen in den Synapsen auch seine bisherige Arbeit in Frage stellen können.

Bemerkungen:



Mit "Echo der Erinnerung" hat Fabian von Freier eine Roman von Richard Powers für das Hörspiel bearbeitet und umgesetzt. Ob es an der Vorlage oder der Bearbeitung liegt, dem interessanten Ansatz der Geschichte, folgt leider eine etwas verwässerte Erzählung, die nicht über die gesamte Spielzeit das Hörinteresse aufrecht halten kann. Insbesondere im zweiten Teil, lässt die Produktion sehr nach.

Zwar bietet man immer mal wieder interessante Aspekte und Wendungen, aber es reicht leider nicht, um bei Spannung und Unterhaltungswert ausreichend zu punkten.

Ein Gutteil dieses Mankos ist auch in der etwas zu spröden Umsetzung geschuldet. Trotz guter Sprecherleistungen wirkt das sonstige Setting irgendwie aufgesetzt. Dieses stört ein wenig den Hörspaß, zumal die ohnehin anspruchsvolle Geschichte in einem weniger verkünstelten Kleid, sicherlich besser transportiert worden wäre.

Bei den Sprechern setzt man auf viele junge und frische, aber darunter durchaus etablierte Stimmen. Die Mischung ist gut und selbst bei den eher unbekannten Schauspieler sind die Leistungen auf dem gleichen guten Niveau, wie bei den "alten Hasen". Diesbezüglich hat der auch eher als "unverbracht" gelten dürfende Regisseur Fabian von Freier wirklich gute Arbeit geleistet.

Obwohl die Grundthematik sehr interessant ist, konnte mich die Geschichte an sich letztlich nicht packen. Hier ist es zudem die zu wenig ansprechende Umsetzung, die den den Hörgenuss schmälert.

meine Wertung:  - 
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