| Das Ehrenwort des Henkers |
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Autor: |
Christina Calvo nach J. P. Hebel |
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Produktion: |
WDR 2005 |
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Regie: |
Annette Kurth |
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Musik: |
Michael Riessler |
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Länge: |
46 Min. |
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Mitwirkende: |
Martin Feifel, Jean Faure, Walter Renneisen, Ernst August Schepmann, Christian
Redl, Sylvester Groth u.a. |
Inhalt: |
Landau, 1777: Scharfrichter Hieronymus Menges wird angeklagt, eine Hinrichtung
ohne ordentliches Gericht abgehalten zu haben. Bei der Anhörung berichtet Menges
von seiner Anwerbung durch zwei unbekannte Männer, der zweitägigen Kutschfahrt,
dem Geheimgericht und der Hinrichtung, schweigt aber über den Grund der
Hinrichtung. Auch eine Nacht im Käfigturm kann ihn nicht von seinem
Schweigegelöbnis abbringen. Nachforschungen des Gerichts führen zu vier
möglichen Hinrichtungsopfern. Eines ist eine seit kurzem verschwundene Gräfin,
die des Mordes an ihrem Mann verdächtigt wird. Die Geschichte basiert auf einem
wahren Vorfall aus dem späten 18. Jahrhundert, der in einem Kriminalbericht in
der Südpfalz festgehalten wurde. Sie wurde mehrmals literarisch bearbeitet, u.a.
in der Erzählung "Heimliche Enthauptung" von Johann Peter Hebel
(1811).
Christina Calvo lebt als freie Autorin in München. Sie arbeitete
als Kinderpsychologin und schreibt Hörspiele, Erzählungen, Drehbücher und
Theaterstücke für Kinder und Erwachsene.
Johann Peter Hebel (1760 -
1826) studierte Theologie in Erlangen, war Professor für Dogmatik und Prälat der
evangelischen Kirche. Literarischen Ruhm erwarb er sich durch seine
Mundartdichtungen, die bis heute zu den Meisterwerken regionaler Literatur
zählen. |
Bemerkungen: |
Das Hörspiel verkauft sich als historischer Krimi und kann insoweit nur bedingt
überzeugen. Der Krimiaspekt läuft hier nämlich nahezu ins Leere, übrig bleibt
der - allerdings hörenswerte - historische Anteil.
Die Geschichte des Henkers
wird in den Verhörsituationen schon spannend erzählt, allerdings wartet man
irgendwie vergeblich auf das große Finale.
Der Hörer bleibt daher trotz
einer sehr guten Inszenierung etwas auf dem Trockenen.
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