| Das falsche Urteil Von Håkan Nesser Übersetzung aus dem Schwedischen: Gabriele Haefs Hörspielbearbeitung: Tanja Schmidt und Rainer Clute Regie: Rainer Clute DLR 2003 55 Min. ![]() Erzählerin: Corinna Kirchhoff Kommissar van Veeteren: Hans Teuscher Kommissar Reinhart: Wolfgang Condrus Kriminalassistent Münster: Tilmar Kuhn Kriminalassistent Moreno: Petra Hartung Erzieherin: Christiane Baechler Gefängnisdirektor Bortschmaa: Burghart Klaußner Frau Gellnacht: Irm Hermann Nachbar Czermak: Barnaby Metschurat Richter Heidelbluum: Horst Bollmann Arnold Jahrens: Ralf Schermuly Frau Klimenska: Regina Lemnitz Schachpartner Mahler: Friedhelm Ptok Schwester Marianne: Elfriede Irrall Schwester Michaela: Michaela Ziegler-Heim Schwester Tanja: Tanja Schmidt Schwester Maja: Maja Ellmenreich Frau Hoegstraa: Ingeborg Medschinski Pfarrer: Herbert A. Gornik Tanja Schmidt, Christin Bechler, Maja Elmenreich Acht Monate nachdem Leopold Verhaven aus der Haft entlassen wurde, entdecken Kinder in einem Graben eine übel zugerichtete Leiche. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Verhaven handelt. Verurteilt wurde er wegen zweifachen Mordes. Obwohl er vor Gericht seine Unschuld beteuert hatte, saß er vierundzwanzig Jahre im Gefängnis. Kommissar van Veeteren wird den Verdacht nicht los, dass Verhaven wirklich unschuldig war. Håkan Nesser, geboren 1950, war Lehrer, lebt als freier Autor in Uppsala. Seine Van-Veeteren-Krimis sind vielfach preisgekrönt. DLR produzierte 2001 "Das vierte Opfer" und 2002 "Die Frau mit dem Muttermal". Bemerkungen: Håkan Nessers Geschichte um einen evtl. Unschuldigen, der für zwei Morde büßen musste und nach der Haft plötzlich brutal ermordert aufgefunden wird, ist vom Plot her eigentlich gar nicht so besonders. Aber das Stück lebt vom skandinavischen Flair, das hier sehr gut durch die Inszenierung transportiert wurde, aber auch von einem erstklassigen Hans Teuscher, der in dem ohnehin guten Ensemble noch deutliche Akzente setzen kann. Die Figur, die er hier darstellt, erinnert ein wenig an seinen Kollegen Wallander, ist allerdings etwas lebendiger und greifbarer. Ähnlich ist es mit der Umgebung. Geschichte und Inszenierung sind zwar eindeutig als skandinavischer Krimi erkennbar, allerdings ist die Erzählweise nicht ganz so düster, wie man es von anderen Produktionen gewohnt ist. Hier genügt der bitterböse Plot diesbezüglich völlig. Spannend und unterhaltsam präsentiert sich "Das falsche Urteil" - Dank besonderer Atmosphäre und einem großartigen Hans Teuscher eine wirkliche Hörempfehlung! |
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