| Gewitter Von Sina Ness Regie: Angeli Backhausen WDR 2010 51 Min. Mit Kathrin Angerer, Ulrike Bliefert, Tom Schilling, Ernst August Schepmann, Felicitas Stein und Oskar Köppen ![]() Kathrin Angerer, Ulrike Bliefert, Bild: WDR/Sibylle Anneck Draußen in der Gluthitze zieht ein drohendes Sommergewitter auf. Ein Tag wie damals, als die Zwillingsgeschwister Dana und Ferdinand den Blitz herausforderten. Heute lebt Dana mit ihrer erblindeten Mutter in einer kleinen Wohnung am Stadtrand. Ferdinand hat sie beide verlassen. Danas wütende Hoffnung auf ein Wiedersehen mit dem geliebten Zwillingsbruder, der sie verlassen hat, entfacht ein en Kalten Krieg zwischen Mutter (Ulrike Bliefert,r) und Tochter (Kathrin Angerer,li) - einen Krieg, in dem Dana mehr und mehr mit den Gespenstern ihrer Erinnerung ringt. Aus den Scherben vergangener Zeiten sucht sie sich ihren Ferdinand zusammen, bis der wirkliche schließlich auftaucht. Sina Ness, geboren 1982 in Basel, arbeitete als Filmvorführerin und studierte Philosophie sowie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Sie schreibt Lyrik und Prosa und arbeitet an einer Dissertation. „Gewitter“ ist ihr erstes Hörspiel. Bemerkungen: Eine Geschichte, die einige überzeugende Momente besitzt, aber letztlich im Gesamten nicht überzeugt. Sina Ness erzählt hier von Dana, die in einer zerrütteten Familie lebt. Sie taucht nicht nur in die guten Erlebnisse der Vergangenheit ab, sondern baut daraus auch ihre Hoffnungen, dass es irgendwann wieder so glücklich werden könnte. Die Wirklichkeit ernüchtert jedoch. Die Geschichte bietet eine erstklassige Bühne für die Performance zwei sehr starker Schauspielerinnen. Ulrike Bliefert und Kathrin Angerer agieren erstklassig im Mutter-Tochter-Konflikt, der zum Teil sehr harsche Züge annimmt. Ihr Spiel sorgt dafür, dass man dem Stück doch mehr Interesse entgegenbringt, als es die Geschichte allein zu motivieren vermag. Die Inszenierung ist gelungen, die einzelnen Sequenzen bzw. zeitlichen Ebenen sind gut - und vor allem nachvollziehbar - dargestellt. Für die Umsetzung allein wäre hier die Höchstnote fällig gewesen. Leider kann die Geschichte bei Weitem nicht annähernd so überzeugen. Im Schnitt reicht es aber immerhin für eine Wertung im positiven Bereich. Meine Wertung: + |
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