Das Holzschiff

von Hans Henny Jahnn

Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
NDR 2009
ca. 90 Minuten

 

Der Roman erzählt von der Reise eines Frachtschiffes. Bereits die Beladung des Seglers unter den Augen von Zoll und Polizei ist ungewöhnlich. Nicht einmal der Kapitän ist über die Bestimmung des Schiffes und seiner Fracht informiert. Gerüchte machen die Runde. Dazu hat sich Gustav, der junge Verlobte der Kapitänstochter Ellena, die ebenfalls an Bord ist, als blinder Passagier eingeschmuggelt. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst, der erotischen Spannungen und gegenseitigen Verdächtigung. Als plötzlich die Tochter des Kapitäns spurlos verschwindet, kommt es zu einer Meuterei. Man öffnet die Kisten des Laderaums. Sie sind vollkommen leer. Auf der Suche nach einem Geheimversteck beschädigt der Schiffszimmermann den Rumpf. Wasser dringt ein. Die Besatzung kann sich retten. Das Schiff geht unter und mit ihm eine üppig gestaltete Frauen- oder Galionsfigur, die den Kiel umklammert. Ellena? " Das Holzschiff" erschien 1949 und ist der Auftakt der unvollendet gebliebenen gewaltigen Romantrilogie H. H. Jahnns "Fluß ohne Ufer".


Hans Henny Jahnn wurde am 17.12.1894 in Stellingen/Hamburg als Sohn eines Schiffbauers geboren. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Neben Prosaarbeiten ist er Verfasser von Essays und Dramen. 1920 erhielt er den Kleistpreis. Jahnn war ein exzentrischer Gottsucher, Pferdezüchter und Hormonforscher und leistete einen bedeutenden Beitrag als Orgelbauer ("Orgelsachberater der Stadt Hamburg"). Er lebte von 1934 bis 1950 auf Bornholm. Am 29.11.1959 ist er in Hamburg gestorben.




 

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